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Tätlicher Übergriff auf Gäste im Pizza-Haus in Wurzen – drei Verletzte

Angriff auf Geburtstagsrunde Tätlicher Übergriff auf Gäste im Pizza-Haus in Wurzen – drei Verletzte

Bei einem tätlichen Übergriff auf eine Geburtstagsrunde vorm Wurzener Pizza-Haus in der Bahnhofstraße sind Freitagabend drei Personen leicht verletzt worden. Angaben von Augenzeugen zufolge soll es sich bei den Angreifern um circa 20 Asylbewerber gehandelt haben, die teils Messer bei sich trugen.

Heiße Momente vor Pizza-Haus: Dieses Nationalitätenrestaurant ist Ziele einer Attacke von bislang unbekannten Personen geworden.
 

Quelle: Frank Schmidt

Wurzen.  Am Freitagabend ist es in Wurzen zu einer Attacke auf das Pizza-Haus in der Bahnhofstraße, Ecke Beethovenstraße, an der B 6 gekommen. Nach Angaben des 36-jährigen Geschäftsinhabers Tahiri habe kurz nach Ladenschluss gegen 21 Uhr ein „Mob“ von bis zu 20 Asylbewerbern die gastronomische Einrichtung angegriffen. Dabei ist Mobiliar beschädigt und die Glasscheibe der Eingangstür zertrümmert worden.

Die Angreifer hätten es „ohne ersichtlichen Grund“ gezielt auf eine Geburtstagsrunde im Freisitz vor dem Geschäft abgesehen und diese beschimpft. Schutzsuchend hätten diese sich ins Innere des Geschäftes zurückzogen und anwesende Kinder auf den Toiletten in Sicherheit brachten. Die Angreifer ermächtigten sich der Freisitzmöbel und randalierten damit. Zum Beweis zeigte Tahiri auf das dadurch beschädigte Mobiliar sowie auf die inzwischen mit Holz provisorisch reparierte Tür. Und auch die Pizzazutaten in der Verkaufstheke seien in Mitleidenschaft gezogen worden und mussten komplett entsorgt werden. Den Schaden vermochte der Geschäftsmann noch nicht zu beziffern, zumal auch Einnahmeeinbußen zu beklagen seien. Denn, „aufgrund des gestrigen Überfalls bleibt unsere Pizzeria am heutigen Abend geschlossen“, war am Sonnabend vom Anrufbeantworter der Bestellhotline zu hören.

„Ich bin selbst als Asylbewerber aus dem Kosovo gekommen und lebe seit 1999 in Deutschland. Hier habe ich mir vor einigen Jahren mit diesem Geschäft eine Existenz aufgebaut, beschäftige vier Mitarbeiter und bezahle Steuern. Ich kann nicht begreifen, was die Leute von mir wollen“, zeigte sich der geschädigte Pizzabäcker von dem nächtlichen Geschehen entrüstet. „Noch schlimmer war“, so legte der Kosovare sichtlich wütend nach, „dass die Polizei nach unserem Notruf bald eine Stunde bis zum Eintreffen brauchte.“

Diese Feststellung wird von Polizeisprecher Andreas Loepki auf Nachfrage relativiert. „Der Notruf ist von der Frau des Geschäftsinhabers um 21.29 Uhr eingegangen, gefolgt von weiteren Notrufen umliegender Anwohner, die vom Geschehen aus ihre Perspektive berichten. Daraufhin wurden mehrere Einsatzwagen alarmiert. Und 21.45 Uhr hat ein Streifenwagen vor Ort der Zentrale gemeldet, die Führung übernommen zu haben.“

Der von Tahiri geschilderte Sachverhalt wird von Loepki insofern bestätigt, dass sich die Aussagen mit den Angaben im Notruf deckten. Demnach sei es zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen, die in körperlicher Gewalt mündete. Drei bis vier Ausländer, so die Aussagen, seien mit Messern und Schlaggegenständen auf die Gäste losgegangen. Dabei wurden drei Personen leicht verletzt und ambulant behandelt. Während des Einsatzes wurden Reifen an einem Einsatzfahrzeug zerstochen. Von der Polizei konnten zwei 29-jährige Hauptverdächtige gestellt werden, ein Iraker und ein Marokkaner. „Beide sind auf freiem Fuß, da laut Staatsanwaltschaft kein Haftgrund vorliegt“, sagte Loepki. Kursierende Meldungen in Sozialen Netzwerken, es sei ein Sondereinsatzkommando vor Ort gewesen, bezeichnete er als „puren Humbug“. Erste Vernehmungen zu Ursache und Tathergang ergaben jedoch widersprüchliche Aussagen. „Erst die weiteren Ermittlungen müssen den offensichtlich wirren Sachverhalt aufhellen“, schloss der Polizeisprecher ab.

Ohne die Ursache der Auseinandersetzung bewerten zu wollen, äußerte sich dazu Wurzens Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) mit einem Statement auf der städtischen Homepage. „Diese Art Konfliktbewältigung ist nicht hinnehmbar.“

Von Frank Schmidt

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