Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Tag der offenen Tür im Tierheim Wurzen
Region Wurzen Tag der offenen Tür im Tierheim Wurzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:56 24.04.2016
Vierbeiner sucht Herrchen: 17 Hunde warten derzeit im Wurzener Tierheim auf ihre Vermittlung in ein neues Zuhause. Quelle: Roger Dietze
Anzeige
Wurzen

So richtig ruhig geht es im Wurzener Tierheim selbstredend nie zu, zum Tag der offenen Tür indes war die Aufregung insbesondere unter den in der Einrichtung im Trauschkenweg untergebrachten Hunden besonders groß. Denn Tierheimleiterin Uschi Zirkenbach und ihr Team hatten zum wiederholten Mal zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Einem Tag, an dem sich einmal mehr positive mit weniger positiven Informationen für die Besucher die Waage hielten. Positiv war zweifellos der einwöchige Aufenthalt von Tierheim-Unterstützerin Cyndy Bruzdziack in der bayerischen Landeshauptstadt München, in der sie erfolgreich einen Sachkundenachweis abgelegt hat, der sie sogar dazu befähigen würde, ein Tierheim zu leiten. Auf jeden Fall wäre die 29-Jährige die erste Wahl für die Besetzung einer vom hinter dem Tierheim stehenden Tierschutzverein „Ein Herz für Tiere“ ins Auge gefassten zweiten Halbtagsstelle.

Doch an dieser Stelle kommen die negativen Informationen ins Spiel. Sprich um die Finanzen des Vereins ist es nach wie vor knapp bestellt. „Zwei halbe Stellen würden uns rund 20 000 Euro im Jahr kosten, und eine solche Summe allein aus Spenden aufzubringen, ist für uns kaum möglich“, berichtet die Vereinsvorsitzende Kristina Schmitt. Zwar sei die Bereitschaft in der Bürgerschaft, dem Verein mit Geld- oder Futterspenden unter de Arme zu greifen, nach wie vor in einem positiven Maß vorhanden, dafür jedoch nehme die regionale Wirtschaft vom Tierheim kaum Notiz. „Wir haben unlängst 20 Firmen angeschrieben, lediglich eine einzige davon hat uns 50 Euro überwiesen“, so Schmitt.

Die größte Hiobsbotschaft indes erreichte Verein und Tierheim in den Winterferien. Mit dem plötzlichen und völlig unerwarteten Tod des Naunhofer Tierarztes Martin Enderlein haben die Wurzener Tierheimtiere einen ihrer engsten Verbündeten verloren. „Herr Enderlein kam regelmäßig zu uns, jetzt müssen wir mit jedem kranken Tier zum Arzt fahren“, so die Vereinsvorsitzende, die den permanenten Mangel des Tierheimes an finanziellen Mitteln an einem weiteren konkreten Beispiel festmachte. „Weil erwartete Fördergelder noch nicht eingetroffen sind, wartet ein Container, den wir bereits im vergangenen Jahr zu einem Nagerquartier umfunktionieren wollten, noch immer auf seine Umnutzung.“

Doch Tierheimleitung, Vereinsmitglieder und die rund zwei Dutzend Unterstützer des Wurzener Tierheimes machen das Beste aus der Situation, haben etwa im vergangenen Jahr neue Hundeaußenzwinger mit gedämmten Hütten errichtet, denen in diesem Jahr zwei weitere folgen sollen. „Unser großes Ziel ist zudem die Einrichtung einer für alle Wurzener Hundehalter offenen Hundespielstunde, die der besseren Sozialisation der bei uns untergebrachten Hunde dienen soll“, so Kristina Schmitt.

Von Roger Dietze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Für die Regionalbus Leipzig GmbH und das Verkehrsunternehmen ThüSac sind demnächst zwei neue Busse unterwegs. Kostenpunkt: 480.000 Euro. Möglich wird diese Anschaffung des Landkreises Leipzig aufgrund des Förderprogramms „Brücken in die Zukunft“ von Bund und Land. Davon gehen insgesamt 31,6 Millionen Euro an den Kreis. Der Landrat stellt zudem vier Kommunen Drehleitern in Aussicht.

25.04.2016

Vor 71 Jahren – am 24. April 1945 ist Wurzen kampflos an die Amerikaner übergeben worden. Vor zehn Jahren wurde einem der Köpfe dieser Rettungsaktion gedacht. Heute nehmen neue Pläne Kontur an, Wurzener Straßen nach Armin Graebert, Otto Schunke und Kurt Krause zu benennen.

24.04.2016

Die Spargelsaison hat begonnen – doch der Fröstel-Frühling macht den Bauern Sorgen. Sind Bodenheizungen die Rettung? Woher kommen die Erntehelfer? Und was kostet der Spargel in diesem Jahr? Ein Report von den Feldern rings um Leipzig.

23.04.2016
Anzeige