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Tag der offenen Tür im Tierheim Wurzen

Knappe Finanzen Tag der offenen Tür im Tierheim Wurzen

Zu einem Tag der offenen Tür lud das Wurzener Tierheim ein. Um die Finanzen des Vereins ist es nach wie vor knapp bestellt. Die regionale Wirtschaft nimmt vom Tierheim kaum Notiz. Doch Tierheimleitung, Vereinsmitglieder und die rund zwei Dutzend Unterstützer des Wurzener Tierheimes machen das Beste aus der Situation.

Interessierte sahen sich am Wochenende das Tierheim in Wurzen an.

Quelle: Roger Dietze

Wurzen. So richtig ruhig geht es im Wurzener Tierheim selbstredend nie zu, zum Tag der offenen Tür indes war die Aufregung insbesondere unter den in der Einrichtung im Trauschkenweg untergebrachten Hunden besonders groß. Denn Tierheimleiterin Uschi Zirkenbach und ihr Team hatten zum wiederholten Mal zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Einem Tag, an dem sich einmal mehr positive mit weniger positiven Informationen für die Besucher die Waage hielten. Positiv war zweifellos der einwöchige Aufenthalt von Tierheim-Unterstützerin Cyndy Bruzdziack in der bayerischen Landeshauptstadt München, in der sie erfolgreich einen Sachkundenachweis abgelegt hat, der sie sogar dazu befähigen würde, ein Tierheim zu leiten. Auf jeden Fall wäre die 29-Jährige die erste Wahl für die Besetzung einer vom hinter dem Tierheim stehenden Tierschutzverein „Ein Herz für Tiere“ ins Auge gefassten zweiten Halbtagsstelle.

Doch an dieser Stelle kommen die negativen Informationen ins Spiel. Sprich um die Finanzen des Vereins ist es nach wie vor knapp bestellt. „Zwei halbe Stellen würden uns rund 20 000 Euro im Jahr kosten, und eine solche Summe allein aus Spenden aufzubringen, ist für uns kaum möglich“, berichtet die Vereinsvorsitzende Kristina Schmitt. Zwar sei die Bereitschaft in der Bürgerschaft, dem Verein mit Geld- oder Futterspenden unter de Arme zu greifen, nach wie vor in einem positiven Maß vorhanden, dafür jedoch nehme die regionale Wirtschaft vom Tierheim kaum Notiz. „Wir haben unlängst 20 Firmen angeschrieben, lediglich eine einzige davon hat uns 50 Euro überwiesen“, so Schmitt.

Die größte Hiobsbotschaft indes erreichte Verein und Tierheim in den Winterferien. Mit dem plötzlichen und völlig unerwarteten Tod des Naunhofer Tierarztes Martin Enderlein haben die Wurzener Tierheimtiere einen ihrer engsten Verbündeten verloren. „Herr Enderlein kam regelmäßig zu uns, jetzt müssen wir mit jedem kranken Tier zum Arzt fahren“, so die Vereinsvorsitzende, die den permanenten Mangel des Tierheimes an finanziellen Mitteln an einem weiteren konkreten Beispiel festmachte. „Weil erwartete Fördergelder noch nicht eingetroffen sind, wartet ein Container, den wir bereits im vergangenen Jahr zu einem Nagerquartier umfunktionieren wollten, noch immer auf seine Umnutzung.“

Doch Tierheimleitung, Vereinsmitglieder und die rund zwei Dutzend Unterstützer des Wurzener Tierheimes machen das Beste aus der Situation, haben etwa im vergangenen Jahr neue Hundeaußenzwinger mit gedämmten Hütten errichtet, denen in diesem Jahr zwei weitere folgen sollen. „Unser großes Ziel ist zudem die Einrichtung einer für alle Wurzener Hundehalter offenen Hundespielstunde, die der besseren Sozialisation der bei uns untergebrachten Hunde dienen soll“, so Kristina Schmitt.

Von Roger Dietze

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