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Wurzen Tatort: Bahnhof Wurzen
Region Wurzen Tatort: Bahnhof Wurzen
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15:35 17.07.2015
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. Die Kosten für die Stadt sind immens, Fahndungserfolge eher Mangelware. Immerhin konnte die Polizei zuletzt vier Verdächtige ermitteln. Doch das Unsicherheitsgefühl bei vielen Bürgern bleibt.

Es trifft die Verglasung der Bushaltestellen, abgestellte Fahrräder oder das Geländer für Behinderte in der Unterführung. Diebstähle und sinnlose Zerstörungswut hinterlassen im Umfeld des Bahnhofes überdeutliche Spuren. Ein Pendler aus Wurzen* berichtet der LVZ, dass ihm unlängst sein Rad vom „Fahrradparkplatz" am Bahnhof gestohlen wurde. Vom Ersatzrad sei dann kurz darauf die Hinterbremse abmontiert und gleich vor Ort zerstört worden. Seine Anzeigen liefen in der Regel ins Leere – obwohl die Verdächtigen teilweise bekannt seien. Berechtigte Frage: „Darf ich mich noch sicher fühlen?"

Ein ähnliches Problem wurde vergangene Woche im Technischen Ausschuss aufgeworfen. Konkret ging es um die mit schöner Regelmäßigkeit zerschossenen Lampen im Alten Friedhof. Die Folge: Fehlende Beleuchtung in der dunklen Jahreszeit. Gerade für ältere Wurzener ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor. Oberbürgermeister Jörg Röglin wurde bei der Diskussion etwas heftiger. Die Stadt könne es sich nicht leisten, pausenlos für die Idiotie einiger weniger die Rechnung zu zahlen.

Und die ist ziemlich happig. „Bislang mussten wir in diesem Jahr schon mehr als 20 000 Euro für die Beseitigung von Vandalismusschäden aufbringen", sagt Manfred Bresk, der bei der Stadt den entsprechenden Etat verwaltet. Insgesamt stünden rund 50 000 Euro zur Verfügung, wovon unter anderem auch Ausgaben für Straßenreparaturen, Beschilderungen und Straßenmöblierung zu bestreiten seien. „Das Haltegeländer für die Behinderten am Bahnhof mussten wir umgehend ersetzen. Das war aus Sicherheitsgründen alternativlos." Kostenpunkt: Knapp 10 000 Euro. Auch ein zerstörter Papierkorb am Bahnhof habe mit gut 500 Euro zu Buche geschlagen.

„Wir können leider nicht alles gleichzeitig reparieren", so Bresk. Am Ende müsse nach Prioritäten sortiert werden. Manches bleibe liegen, weil schlicht die Mittel fehlten. Mitunter kämen noch andere Probleme hinzu. „Die Ersatzschirme für die Lampen im Alten Friedhof müssen bestellt werden. Das dauert jedes Mal Wochen." Und billig sind sie auch nicht. Ein Kugelschirm kostet mehrere hundert Euro. Den Verursachern ginge es praktisch nie ans Portemonnaie. „Unsere Anzeigen werden gewöhnlich ergebnislos eingestellt."

Zuletzt konnte die Polizei immerhin einen Erfolg vermelden. „Im Zusammenhang mit Fällen von Sachbeschädigungen auf dem Bahnhofsvorplatz haben die Wurzener Kollegen vier Personen ermittelt", bestätigte die Pressesprecherin der Polizeidirektion Westsachsen, Ilka Peter. Es handele sich um Jugendliche und Heranwachsende. Nähere Angaben machte die Polizei unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.

*Name der Redaktion bekannt

Markus Tiedke

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