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Wurzen Taucha plädiert für Bahn-Trasse
Region Wurzen Taucha plädiert für Bahn-Trasse
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05:00 15.06.2010
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. Auf Einladung der Bürgerinitiativen aus Borsdorf und Taucha waren die Oberhäupter von Taucha und Eilenburg, Vertreter der Gemeinde Borsdorf sowie der Städte Torgau und Leipzig und des Regionalen Planungsverbandes zusammengekommen, um nach Lösungen zu suchen.

„Es gibt keine Variante ohne Nachteile", stellte Ex-Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), der sich als Moderator zur Verfügung gestellt hatte, einleitend fest. Während der anderthalbstündigen Diskussion im Café Tiefensee kristallierte sich jedoch heraus, dass der Stadt Taucha bei der Suche nach Alternativen eine Schlüsselrolle zukommt. „Alle bisherigen Varianten bringen uns nicht viel", machte Tauchas Stadtoberhaupt Holger Schirmbeck (SPD) deutlich. Ob die beiden Süd- oder die Nordvariante - der Verkehr auf der bestehenden B 87 würde sich nicht erheblich verringern. Schirmbecks Vorschlag: Der überörtliche Schwerlastverkehr müsse an die Logistikzentren im Leipziger Norden angebunden werden, was auch den Vorstellungen der Stadt Torgau entspreche. „Für den regionalen Verkehr hingegen sollte die bestehende Trasse der B 87 aufgewertet werden." Schirmbecks Zielrichtung, die auch bei den beiden Bürgerinitiativen auf Gegenliebe stößt: eine innerörtliche Trassenführung entlang der Bahn. „Diese Maßnahme müsste natürlich mit größtmöglichen Lärmschutzmaßnahmen einhergehen und", so Schirmbeck weiter, „den Bahnhof Taucha anbinden." Hier entstehe im Zusammenhang mit dem Leipziger City-Tunnel ein zentraler Umsteigepunkt mit Park-und-Ride-Anlage, so dass man einen erheblichen Teil des Individualverkehrs von der Straße auf die Schiene verlagern könne.

Henning Schmidt, Vertreter der Borsdorfer BI zum Erhalt der Parthenaue, begrüßte den Vorschlag aus Taucha. „Allerdings sitzen die wichtigen Leute vom Autobahnamt und der Landesdirektion Leipzig heute nicht mit am Tisch", gab der Panitzscher zu bedenken. Wenigstens die Stadt Leipzig ließ sich bei der mittäglichen Runde in der Leipziger City ein wenig in die Karten schauen: Eine Anbindung der neuen B 87 im Leipziger Norden käme nicht in Frage, so Planungsleiter Torben Heinemann, da die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes mit dann drei eintreffenden Bundesstraße erschöpft sei und man besonders zu Messezeiten Probleme erwarte. Der Tauchaer Vorstoß müsse „näher untersucht werden", um sich abschließend dazu zu äußern, so der Vertreter der Stadt Leipzig. Vom Tisch ist bereits seit den jüngsten Beschlüssen des Regionalen Planungsverbandes eine Querung der Parthenaue. „Diese haben wir ausgeschlossen. Die Landesdirektion kann sich in ihrem Raumordnungsverfahren nur in unseren Fußstapfen bewegen", konstatierte Andreas Berkner, Leiter der Regionalen Planungsstelle. Bundestagsabgeordneter Tiefensee und sein CDU-Kollege Manfred Kolbe wollen sich weiter moderierend einbringen und als Fürsprecher der innerörtlichen Tauchaer Lösung auftreten.

Simone Prenzel

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