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Technischer Ausschuss debattiert über Ausbau der Bahnhofstraße

Brandis Technischer Ausschuss debattiert über Ausbau der Bahnhofstraße

Bald soll Schluss sein mit Kopfsteinpflaster, Schlaglöchern, Bodenwellen – die Stadt Brandis will den grundhaften Ausbau der Bahnhofstraße (II. Bauabschnitt) sowie der Straße Am Bahnhof in Angriff nehmen. Im Technischen Ausschuss stellte das Leipziger Ingenieurbüro Conrad Schlegel den Entwurf vor.

Weit geöffnet: die untergeordnete Polenzstraße, die hier auf die Straße Am Bahnhof trifft, welche rechts als Lange Straße weitergeht. Von der gegenüberliegenden Seite mündet die Bahnhofstraße in die Hauptstraße ein. Der technische Ausschuss der Stadt kann sich hier gut einen Kreisverkehr vorstellen.

Quelle: Ines Alekowa

Brandis. Bald soll Schluss sein mit Kopfsteinpflaster, Schlaglöchern, Bodenwellen – die Stadt Brandis will den grundhaften Ausbau der Bahnhofstraße (II. Bauabschnitt) sowie der Straße Am Bahnhof in Angriff nehmen. Im Technischen Ausschuss stellte das Leipziger Ingenieurbüro Conrad Schlegel den Entwurf vor. Die Verwaltung beabsichtigt, für die Bahnhofstraße noch in diesem Jahr einen Fördermittelantrag zu stellen. Ausschreibung und Realisierung sollen gemeinsam mit den Versorgungsträgern erfolgen, der Baubeginn im nächsten Jahr.

Schmuck zeigt sich die Bahnhofstraße bereits bis zur Schulstraße. Im zweiten Bauabschnitt soll die Fahrbahn analog dem ersten auf 5,50 Meter Breite eine Bitumendecke erhalten sowie beidseitig 50 Zentimeter breite gepflasterte Rinnen. Für den Gehweg wird das in Brandis übliche Betonpflaster verwendet. „Die beiden provisorischen Haltestellen hat Regionalbus Leipzig bestätigt“, informierte Schlegel. Das heißt, sie werden nach dem Regelwerk und behindertengerecht ausgebaut. Durch Einengung und Aufpflasterung werden Autofahrer darauf aufmerksam gemacht, dass hier Fußgänger die Straße queren. Längsparklücken sollen auf Anregung der Polizei für ein geordnetes Parkregime sorgen.

Das Problem sei die Kreuzung von Polenz- und Bahnhofstraße sowie der Straße Am Bahnhof, die hier in die Lange Straße übergeht. Schlegel: „Die einzelnen Äste sind teils breit geöffnet.“ In der Polenzstraße sieht er deshalb eine Insel vor, die die Straße im Einmündungsbereich in zwei Spuren und eine Rechtsabbiegespur auf die Lange Straße teilt. Analog die Lösung auf Stadtparkseite: Auch hier werden die Rechtsabbieger aus der Bahnhofstraße separiert. Die beiden Inseln erlauben Fußgängern zudem einen sichereren Überweg, Blindenleitsystem inclusive. In der Straße Am Bahnhof wird hingegen auf eine Extraspur verzichtet, „das Verkehrsaufkommen rechtfertigt das nicht“, erklärte Schlegel.

In der Straße Am Bahnhof sollen die vorhandenen Bushalte für zwei Überlandbusse ausgebaut und neue Fahrgastunterstände errichtet werden. In die Bahnhofsvorfläche greift das Bauvorhaben nicht ein. Sie befindet sich nicht in städtischem Besitz, im Moment werden die Betonplatten rechts und links des Bahnhofsgebäudes illegal zum Parken, vor allem von LKW, genutzt und von den Bussen zum Wenden. „Sie sollten darüber nachdenken, das Grundstück zu erwerben und legale Parkplätze einzurichten“, empfahl der Planer, „durch den nahen Stadtpark würde sich das anbieten.“

Auch für den Kreuzungsbereich von Straße Am Bahnhof und Töpfergasse kann sich der Planer eine bessere Lösung in Form eines Minikreisverkehr mit 21 Meter Durchmesser und einer überfahrbaren Mitte – für LKW und Busse – vorstellen. Der Fußgängerweg führt über die Mittelinsel. „Mit Blick auf die geplante Kita südlich der Bahn sollte man deren Belange jetzt schon bedenken.“

Mit Bushalten und Parklösungen war der Ausschuss einverstanden. Roland Eibeck (CDU) monierte mit Blick auf Seniorenheim und Rehaklinik allerdings einen fehlenden Überweg in der Langen Straße. Aber eine zusätzliche Markierung wäre ohne Weiteres möglich, so Schlegel. Ein grundsätzliches Problem hingegen hatte der Ausschuss mit der Gestaltung der großen Kreuzung. „Wir waren uns im Verkehrsausschuss einig, dass das einzig Sinnvolle dort ein Kreisverkehr ist.“ Zumal hier mehr Platz als an der Töpfergasse sei, so Ulrich Gäbel (Linke). Ein Beispiel dafür, wie auch Straßen in verschiedenen Winkeln in einen Kreisverkehr eingebunden werden können, zeige der Bürgermeister-Schmidt-Platz in Wurzen. „Diese Variante ist im Prinzip möglich“, räumte Schlegel ein, habe aber einen gravierenden Nachteil: „Bei einem Kreisverkehr müssten wir in Lange Straße, Polenzstraße und Stadtpark in Größenordnungen eingreifen.“ Die Runde einigte sich trotzdem darauf, dass das Ingenieurbüro im nächsten technischen Ausschuss einen Vorschlag auf den Tisch legt.

Von Ines Alekowa

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