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Wurzen Thallwitz legt guten Start hin
Region Wurzen Thallwitz legt guten Start hin
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14:53 19.05.2015
Das Rathaus-Team wird von Bürgermeister Thomas Pöge (l.) vorgestellt. Quelle: Andreas Röse

Das vergangene Jahr, blickte Pöge zurück, sei eines der turbulentesten in der Ortsgeschichte gewesen. "Nicht nur unser langjähriger Bürgermeister, Kurt Schwuchow, musste gesundheitsbedingt aus dem Amt scheiden", erinnerte sein Nachfolger. Es sei auch ein Amtsverweser bestellt worden, der die Zeit bis zur Bürgermeisterwahl bewältigte. "Aber vor allem das Hochwasser führte Betroffene und Gemeinde an die Belastungsgrenze." Pöge, der in den Tagen der Flut als Wehrleiter die Krise an vorderster Front managte, dankte in seiner Rede den Kommunalen Wasserwerken, der Landestalsperrenverwaltung und Landrat Gerhard Gey. "Sie alle haben Thallwitz nach Kräften unterstützt." Und manchmal können Daten nicht besser fallen: Pünktlich zum gestrigen Empfang begann die LTV mit der Deichsanierung zwischen Canitz und Kollau. Rund drei Millionen Euro werden hier in den nächsten Monaten investiert, um für künftige Gefahrenlagen gewappnet zu sein. "Die Beseitigung der Flutschäden an unserem Klärwerk, am Damm und an den Radwegen werden 2014 unsere ganze Kraft fordern", benannte der Ortschef Schwerpunkte. Durchstarten kann die Kommune bereits. Thallwitz ist in der komfortablen Lage, bereits seit 14. Januar über einen bestätigten Haushalt zu verfügen. Es sei ein Kraftakt gewesen, den Etat im Vorjahr noch durchzupeitschen. "Vor allem Amtsverweser Jürgen Schmidt haben wir dies zu verdanken."

Auf eigenen Füßen stehen und dennoch auf Kooperation setzen - das schließt sich für den Thallwitzer Rathauschef nicht aus. "Mit dem Demografieprojekt sind wir gemeinsam mit Wurzen auf einem guten Weg." Aber auch mit Bennewitz und Lossatal sieht Pöge Anknüpfungspunkte. An der Kreisgrenze, erwähnte der 44-Jährige mit Blick auf seine Amtskollegen aus Eilenburg und Doberschütz, dürfe die Zusammenarbeit ebenfalls nicht Halt machen. "Hier kooperiert etwas, was auch zusammengehört", begrüßte Landrat Gerhard Gey (CDU) die Kontaktanbahnung. "Ich wünsche Thallwitz und seinen Nachbarn alles Gute für dieses Vorhaben." Den neuen Ortschef hieß Gey in der kommunalen Familie willkommen. "Er stammt aus der Wirtschaft, bringt als Gemeindewehrleiter aber auch kommunale Verwurzlung mit", meinte Gey. "In den Tagen der Flut habe ich Herrn Pöge als konstruktiven und engagierten Menschen kennengelernt", so der Landrat. "Er weiß außerdem, was er will." Gey freue sich auf die künftige Zusammenarbeit. Auch Henry Graichen, Kreisvorsitzender des Sächsischen Städte- und Gemeindebundes, war zum Empfang angereist. Er werde künftig mit seinem neuen Amtskollegen intensiv zu tun haben. Denn Pöge wird sich auch im SSG-Vorstand einbringen.

Dass das Gemeinwesen nur funktionieren kann, wenn Steuern fließen, daran erinnerte Gerhard Wilhelm, Thallwitzer Vize-Bürgermeister und Unternehmer. Ihrer Verantwortung seien sich die Gewerbetreibenden in der Kommune bewusst, erklärte er vor rund 100 Gästen. "Wir wollen allerdings nicht nur der Goldesel sein, sondern uns auch in Prozesse einbringen." Auf eine funktionierende Verwaltung und einen aktiven Bürgermeister sei man dabei angewiesen. Das Rathaus-Team, das viele nur vom Telefon kennen, stellte Pöge bei der Gelegenheit persönlich vor. Die auffällig vielen jungen Gesichter nötigten Gey Respekt ab. "Das ist eine sehr junge, dynamische Verwaltung." Der Landrat würdigte aber auch die Verdienste Schwuchows, "König Kurt, wie der Altbürgermeister auch genannt wurde, hat viel für Thallwitz bewegt".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.01.2014
Simone Prenzel

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