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Wurzen Thammenhain: Altar wird restauriert
Region Wurzen Thammenhain: Altar wird restauriert
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15:33 25.05.2010
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. Rund 100 000 Euro kostete die umfassende Auffrischung des Gotteshauses. Pfarrer Klaus-Peter Schmidt konnte sich am Pfingstmontag davon überzeugen, dass er auch für weitreichendere Pläne auf die Unterstützung der Kirchenglieder zählen kann.

Die Thammenhainer zeigten sich begeistert von ihrer Kirche nach der mehrmonatigen Sanierung von Altarraum, Schiff und Treppenhaus. Auch beim nächsten Schritt, der Restaurierung des Kanzelaltars, stehen die Männer und Frauen offenbar geschlossen hinter dem Pfarrer.

Bei einer Untersuchung der Farbbefunde im Februar 2002 hatte sich bereits gezeigt, dass der Altar durch Nagekäfer geschädigt und das Schnitzwerk bereits teilweise zerstört war. Der Schädlingsbefall konnte schon damals gestoppt werden. Der Kanzelaltar aus der Zeit um 1720 besteht aus Holz und wird seitlich von aufwendig geschnitztem Rankenwerk geschmückt. Das Gebälk ruht auf zwei Säulen mit korinthischen Kapitellen und wird von einer Gloriole gekrönt. Die Untersuchung ergab drei Farbfassungen für Säulen und Kanzelkorb. Schnitzwerk, die Strahlen der Gloriole sowie Leisten, um nur einige Beispiele zu nennen, wurden in nahezu 300 Jahren zwei Mal in Gold gefasst.

Bei einer künftigen Restaurierung, so Schmidt, solle auf die Fassung aus dem 18. Jahrhundert zurückgegriffen werden. Dabei werden später hinzugekommene Farbreste abgetragen, noch vorhandene Spuren aus dieser Zeit gesichert und ergänzt. Der Schalldeckel über der Kanzel weise zum Beispiel noch originale Bemalungen auf. Durch Spannungen im Holz hätten sich hier Farbschollen aufgestellt und müssten, um weitere Verluste zu vermeiden, sorgsam gefestigt werden.

Die Restaurierung des Altars, so Schmidt, sei mit 20 000 bis 30 000 Euro veranschlagt. Erfahrungsgemäß fielen Arbeiten an historischer Bausubstanz allerdings immer etwas teurer aus, als ursprünglich kalkuliert. Wenn man Überraschungen vermeiden wolle, sei man gut beraten, mit 40 000 Euro zu rechnen. Wenn Fördermittel bewilligt werden, seien zur Kofinanzierung Eigenmittel in Höhe von etwa 20 000 Euro einzuplanen.

„Das ist viel Geld, aber nach der Kollekte vom Festgottesdienst am Pfingstmontag, bin ich zuversichtlich, dass wir die erforderliche Summe in zwei Jahren zusammenbekommen könnten", sieht sich der Pfarrer zur Restauriereung des Altars ermutigt. Nach dem Festgottesdienst gab es Schwein am Spieß, das ein Thammenhainer Bauer zugunsten der Kirche gestiftet hatte. Auch die Kasse des Vertrauens für den deftigen Imbiss erbrachte eine schöne  

 

Ingrid Leps

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