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Wurzen Thammenhainer Jugendfeuerwehr probt Ernstfall
Region Wurzen Thammenhainer Jugendfeuerwehr probt Ernstfall
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20:12 10.09.2018
So wird es gemacht: Jugendwart Toni Kramer (l.) weiht den Nachwuchs der Thammenhainer Feuerwehr in den richtigen Umgang mit Feuerlöschern ein. Quelle: Frank Schmidt
Lossatal/Thammenhain

Für 24 Stunden waren die Mitglieder der Jugendfeuerwehr in Thammenhain, Gemeinde Lossatal, und ihr Jugendwart Toni Kramer für Übungs- und Ausbildungszwecke an ihr Gerätehaus gebunden. Berufsfeuerwehrtag nennen das die Floriansjünger, weil ihnen ein straffer Dienstplan den Tagesablauf vorgibt. Gleichwohl tatsächliche Blaulichteinsätze nicht vorherzusehen und planbar sind.

Zehn Kids zählt Thammenhainer Jugendfeuerwehr

Aber für die realitäts- und praxisnahe Ausbildung hat sich der 29-jährige Jugendwart allerhand einfallen lassen, um die zehn Kids der Jugendfeuerwehr zwischen acht und 16 Jahren, darunter zwei Mädchen, bei Laune zu halten. Er verband Lösch- und Rettungseinsätze mit Ausbildung und natürlich auch mit Ruhephasen. Unterstützung dafür bekam Kramer, der auch Mitglied der Leipziger Berufsfeuerwehr ist, von Männern der aktiven Abteilung seiner Ortsfeuerwehr, die 25 Kameraden zählt. Damit ist die Truppe nach eigenen Angaben „recht gut aufgestellt“ und betreut brandschutztechnisch die Orte Thammenhain und Voigtshain.

Wissen und Teamfähigkeit vermitteln

„Die Ausbildung und das Erlangen von Wissen für die Einsätze ist das eine. Um aber erfolgreich sein zu können, braucht es vor allem Kameradschaft und Teamfähigkeit. Und dass soll den Kindern im 24-Stundendienst vermittelt werden“, erklärte Kramer das Ziel. Bisher hat er in den sieben Jahren als Jugendwart etwa 30 Kinder betreut, von denen aber nur ein Bruchteil auch später weiter zur Stange hält. Denn durch Ausbildung und Beruf brechen naturgemäß Nachwuchskader weg. Aber eine Fehlinvestition sei seine Arbeit dennoch nicht. „Hier lernen die Kinder den respektvollen Umgang miteinander und bekommen eine Menge Rüstzeug fürs weitere Leben mit auf den Weg, egal, was sie später einmal machen.“

Feuerwehr prägt Ausbildungspläne

Für Elisa Falk zeichnet sich schon jetzt grob der weitere Weg ab. Die jetzt 12-Jährige ist seit vier Jahren bei der Jugendfeuerwehr und vom Elternhaus mit dem Feuer-und Flamme-Virus infiziert worden. Denn Papa René gehört zur aktiven Truppe. „Ich will auf jeden Fall auch später bei der Feuerwehr bleiben und vielleicht sogar zur Berufsfeuerwehr gehen“, formuliert das Mädchen selbstbewusst ihre Ziele. Beim Ski-Langlauf im Winter und als Leichtathletin im Sommer holt sie sich schon mal die nötige Fitness dafür.

Mit 14 Jahren ist Martin Hörig schon einer der ältesten Kinder im Team. Für ihn ist das Dabeisein alles, „weil es einfach Spaß macht“, sagte der Junge. Obwohl Kinder erst mit acht Jahren bei der Jugendfeuerwehr aufgenommen werden können, ist Tamino Köppchen schon mit sieben dazugestoßen. „Weil es hier ein Schnupperjahr gibt“, erklärte der heute 9-Jährige. Und das habe ihm gefallen. „Besonders die Löschangriffe finde ich richtig gut“, sagt er, der dabei geblieben ist und zu den Jüngsten in Thammenhain gehört.

Von Frank Schmidt

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