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Wurzen Theater-Premiere an der Ritterburg
Region Wurzen Theater-Premiere an der Ritterburg
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06:00 30.05.2016
Um Sagenhaftes geht es diesmal den „TheaterMacher(n)“ an der Ritterburg. Quelle: Bert Endruszeit
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Machern

Sagenhaft, diese Premiere! Was am Sonnabend die Besucher zu Füßen der Macherner Ritterburg erlebten, hatte es in sich. Denn mit ihrem neuen Programm „Sagenhaftes Muldental“ öffnete der Theaterverein „Die TheaterMacher(n)“ die Tür zur Welt der Hexen und weisen Frauen, Nymphen und Räuber. Über einen Mangel an Quellen musste sich niemand beklagen, unsere Vorfahren haben schließlich zahlreiche Sagen hinterlassen. Spannende Momente gibt es da zuhauf, ein Stoff, der sich perfekt für Inszenierungen eignet.

Was am Sonnabend die Besucher zu Füßen der Macherner Ritterburg erlebten, hatte es in sich. Denn mit ihrem neuen Programm „Sagenhaftes Muldental“ öffnete der Theaterverein „Die TheaterMacher(n)“ die Tür zur Welt der Hexen.

Vereinschef Wolfgang Gloger hatte sich mit seinen rund 20 Mitstreitern ganz bewusst für ein Programm entschieden, das sich nicht nur „am Stück“ aufführen lässt, sondern auch mal episodenweise. So entstanden schließlich insgesamt neun sagenhafte Geschichten aus der unmittelbaren Umgebung, aus Machern, Wurzen, Püchau, Rochlitz und Kühren. Gloger schrieb das Drehbuch und führte Regie – für ihn der perfekte Ausgleich zum Alltag, denn beruflich ist er bei einer Bank für die Arbeitssicherheit zuständig. Und dort spielen Drehbücher ganz sicher keine Rolle...

Den Macherner Theaterverein gibt es schon seit 2004, die Wurzeln reichen aber bis ins Jahr 1999 zurück, als im Marmorsaal des Püchauer Schlosses der dortige Hexenprozess von 1662 thematisiert wurde. „Wir haben pro Jahr etwa 15 Auftritte, aber unsere Heimatbühne ist natürlich hier an der Ritterburg“, sagte Andreas Bunk, Vize-Chef des Vereins. Als Ort für die alljährliche Premiere sei dies die perfekte Kulisse. Aus diesem Grund zeigt das Logo des Vereins natürlich auch die heimatliche Ritterburg.

Längst könne man auf einen großen Fundus an Kostümen zurückgreifen, die eigens für den Verein geschneidert wurden. Was fehlt, seien vor allem männliche Akteure. „Wir haben einen absoluten Männermangel“, betonte Kerstin Bunk. Der Grund? „Die Männer sind meistens zu schüchtern.“ Auch in der jüngsten Altersgruppe ist dieser Mangel deutlich zu spüren. Die achtjährige Nina hatte deshalb gleich drei Rollen: „Ich spiele einen Jungen, dann ein Mädchen, das klaut, und dann einfach noch ein Kind“, erzählte sie. „Und na klar bin ich aufgeregt.“

Die Aufregung ist auch bei den „Größeren“ präsent. „Das Lampenfieber gehört natürlich dazu, aber wenn man dann die ersten Sätze spricht, dann kommt man wieder runter“, meinte Berndt Pfennig. Er sei sich sicher, dass man mit dem diesjährigen Programm wieder überzeugen könne. „Das Mystische kommt immer gut an. Unser Publikum kennen wir mittlerweile recht gut. Mancher hat schon zugegeben, dass ihn eines unserer Stücke richtig mitgenommen hat.“

Doch bis so ein Programm auf die Beine kommt, ist viel Kleinarbeit nötig. „Es ist immer schwierig, zu den Proben alle zusammenzubekommen“, so Bunk. „Kurz vor der Premiere treffen wir uns sogar mehr als nur einmal pro Woche.“ Entstanden ist nun ein sagenhaftes Programm, das sich auch für jüngere Zuschauer eignet. Zur Premiere am Sonnabend waren auch die äußeren Bedingungen sagenhaft – die vom Wetterbericht angekündigten schweren Gewitter ließen sich nicht sehen.

Die nächsten Termine:

– 18. Juni, 17 Uhr „Sagenhaftes Muldental“ im Rahmen des Inselfestes am Schwanenteich Borsdorf

– 25. Juni, 15.30 Uhr und 19 Uhr Ringelnatz bei Kaffee und Kuchen beziehungsweise bei Rotwein und Kerzenschein im Arkadenhof des Wurzener Museum (beide Veranstaltungen sind Benefizveranstaltungen für den Erhalt des Ringelnatzhauses im Crostigall in Wurzen)

– 2. Juli, 21 Uhr „Sagenhaftes Muldental“ zur Nacht der Dorfkirchen in Beucha an der Bergkirche

www.die-theatermacher-n.de

Von Bert Endruszeit

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