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Wurzen Threnas Kameraden gehen jetzt in die Grundschule
Region Wurzen Threnas Kameraden gehen jetzt in die Grundschule
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18:00 16.10.2016
Rund um das neue Gerätehaus in Threna – in der ehemaligen Grundschule – wurde am Wochenende gefeiert und gestaunt. Ein Blick aus 25 Metern Höhe von der Drehleiter bot einen imposanten Blick auf das Geschehen. Quelle: Foto: Leipzigreport
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Belgershain/Threna

 Der von den Mitgliedern des Schützenvereins Threna abgefeuerten Böllerschüsse hätte es am frühen Sonnabendnachmittag sicherlich nicht bedurft, um die Einwohner des Belgershainer Ortsteiles auf die im Ortskern vor sich gehenden Aktivitäten aufmerksam zu machen. Denn die offizielle und in einem entsprechenden feierlichen Rahmen vollzogene Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses markiert den Endpunkt einer rund dreijährigen Entwicklung, an der die Threna regen Anteil genommen haben.

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Das Neue (rechts unten) im alten Dorf aus 25 Metern Höhe von der Drehleiter aus gesehen ... Das nigelnagelneue Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Threna ist nach fast drei Jahren Dauereinsatz an vielen Fronten am Wochenende übergeben worden.

 Denn schließlich sind es auch ihre Steuern, die in die 640 000-Euro-Investition geflossen sind, die die Kommune zum überwiegenden Teil (500 000 Euro) aus Eigenmitteln gestemmt hat. „Für eine Gemeinde unserer Größe ist dies selbstredend ein Kraftakt“, so Bürgermeister Thomas Hagenow (parteilos). Ein Kraftakt, zu dem es allerdings in Anbetracht der mehr als beengten Zustände und der räumlichen Defizite (unter anderem keine Umkleide- und Duschmöglichkeiten) im alten Gerätehaus an der Grimmaer Straße keine wirkliche Alternative gab.

Auslöser für die Inangriffnahme des kommunalen Kraftaktes war laut Gemeinderatmitglied Bernd Weisbrich ein Vororttermin Ende 2012. „Damals hat auch der letzte Gemeinderat realisiert, dass schnellstmöglich eine Veränderung auf den Weg gebracht werden muss“, so Weisbrich. Dass bis zur Umsetzung der Pläne noch einmal reichlich dreieinhalb Jahre ins Land gegangen sind, hat neben den hohen Kosten für den Umbau des 1855 errichteten und über ein Jahrhundert hinweg als Schule genutzten Gebäudes auch und vor allem mit denkmalschützerischen Aspekten zu tun. „Der Umsetzung unserer Pläne gehen lange Bemühungen mit dem Denkmalschutz voraus“, so der Belgershainer Ortschronist, der den Aus- und Umbau des alten Schulgebäudes als die sich einzig gebotene Möglichkeit bezeichnet, um das Sinnvolle mit dem Notwendigen zu verbinden. „Der Einbau von Wohnungen in dem Gebäude hätte sich für die Kommune nicht gerechnet, und ein kommunales Grundstück für einen Gerätehaus-Neubau stand nicht zur Verfügung.“

Umso größer sei die Erleichterung gewesen, als klar wurde, dass eine grundlegende Sanierung der alten Schule betriebswirtschaftlich vertretbar sei. „Optimal unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit ist zudem, dass im Obergeschoss eine Einliegerwohnung geschaffen wurde, die aktuell vermietet ist.“ Im Stock darunter steht den 15 aktiven Threnaer Kameraden, den vier Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung und den reichlich ein Dutzend Nachwuchskräften der Jugendfeuerwehr ab sofort ein geräumiger Schulungsraum zur Verfügung, der dreimal so groß wie der alte ist.

Investition in die Zukunft

Apropos Jugendwehr: Diesbezüglich sieht Ortswehrleiter Helmut Kupke das neue Gerätehaus auch als eine Investition in die Zukunft. „Unser Jugendwart und Vize-Jugendwart sind sehr engagiert, was sich wiederum positiv auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen in der Nachwuchsabteilung ausgewirkt hat“, so Helmut Kupke. Eine Entwicklung, die auch zwingend vonnöten sei. „Wir aktiven Kameraden kommen langsam in die Jahre, und um keine personellen Lücken entstehen zu lassen, muss man sich entsprechend bewegen.“

Erneut bewegt in punkto Brand- und Katastrophenschutz haben sich auch die Belgershainer Gemeinderäte, indem sie unlängst einen Beschluss zum neuen Brandschutzbedarfsplan fassten. Dieser sieht unter anderem die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens vor, um unter das bislang so gehandhabte, aber nicht zulässige Ansteuern der Einsatzorte mit Privatfahrzeugen einen Schlussstrich ziehen zu können.

Von Roger Dietze

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