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Tourismus GmbH will Mulderadweg besser vermarkten als bisher

Neues Projekt Tourismus GmbH will Mulderadweg besser vermarkten als bisher

Mit einer Beteiligung von Gastronomen und Hoteliers entlang des Mulderadweges will die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH die Trasse besser als bisher vermarkten. Unter anderem soll ab Sommer eine eigene Homepage an den Start, kündigt Projektkoordinator Sören Schulz an.

Warten auf die Aufwertung des Mulderadweges: Radwanderer, die nach Grimma kommen, nutzen gerne den Mulderadweg.

Quelle: Frank Schmidt

Grimma/Wurzen. Die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH hat sich zum Ziel gesetzt, den Mulderadweg besser als bisher zu vermarkten. Dafür ist vor etwa sechs Monaten die Koordinierungsstelle Mulderadweg gegründet worden. Dessen Projektmanager, Sören Schulz, hat Gastronomen und Hoteliers sowie Betreiber von touristischen Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten an einen Tisch geholt, um vorhandenes Potenzial zu analysieren und neues zu akquirieren.

„Wir verstehen das als eine Auftaktveranstaltung, in der es darum geht, das Produkt Mulderadweg regional und überregional präsenter zu machen. Kernstück ist, touristischen Anbietern entlang des Mulderadweges Beteiligungsmöglichkeiten am Projekt aufzuzeigen“, sagt Schulz. Und da gibt es eine ganze Menge an der etwa 400 Kilometer langen Trasse, die im vogtländischen Schöneck beginnt und bis zum Elberadweg nahe des Muldestausee an der Goitzsche führt. In diesem Kontext kündigt der 28-jährige Projektmanager an, bis zum Sommer eine eigene Homepage für den Mulderadweg zu schalten. Schulz sieht darin einen Motor für den Marketingmechanismus, der damit angeschoben werden kann. Er macht aber ebenso deutlich, „dass das Projekt nur dank regionaler Akteure langfristig gesichert werden kann.“

Was so hoffnungsvoll klingt, ist so neu nicht. Denn in den letzten zehn bis 15 Jahren hat es mehrere Anläufe von verschiedenen Interessengruppen gegeben, den Mulderadweg für die touristische Nutzung attraktiver zu machen. „Passiert ist leider bisher nichts“, weiß der Kreiswegewart Gerd Grunewald. „Aber das sind ja auch alles nur Analysen gewesen, denen es an geeigneten Umsetzungen fehlte“, kommt die Ergänzung des 58-Jährigen wie eine Art Entschuldigung rüber. „Erst mit der Arbeit dieser im Juni 2015 tätig gewordenen Koordinierungsstelle ist etwas in Bewegung gekommen.“

Der aktuelle Zustand des Mulderadweges sei allgemein als gut vermarktbar einzuschätzen, erklärt Schulz. „Aber es gibt hier und da Dinge, die unbedingt optimiert werden müssen.“ Ein Beispiel speziell auf das Muldental bezogen sei die Umwidmung des Muldentalbahnradweges auf der Ostseite des Flusses in Mulderadweg. „Damit hätten wir Probleme, die uns auf der Westseite plagen und teilweise unlösbar sind, mit einmal los. Denken wir nur an den Planitzwald. Um einen Radweg sicher zu machen, sollte er asphaltiert sein. Aber das geht nun einmal nicht im Planitzwald. Oder die Fähre in Dehnitz, dort wird mal nie eine Brücke gebaut werden“, erklärt Schulz. Deshalb sei die Westseite zwischen Grimma und Wurzen aus unserer Sicht ein Radweg, der sich deutlich besser vermarkten lässt.“ Freilich sei man sich bewusst, dass man damit beispielsweise in Bennewitz nicht auf Gegenliebe stößt, wenn der Ort plötzlich nicht mehr direkt am Mulderadweg liegt. Doch mitnichten wolle man die Ostseite des Radweges einschlafen lassen, vielmehr als Alternative erhalten.

Von Frank Schmidt

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