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Wurzen Trägerwechsel: Diakonie übernimmt die kommunale Kita „Knirpsenland“ in Meltewitz
Region Wurzen Trägerwechsel: Diakonie übernimmt die kommunale Kita „Knirpsenland“ in Meltewitz
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00:30 26.02.2018
Die Kindertagesstätte „Knirpsenland" in Meltewitz: Ab 1. Juli ist die Diakonie Leipziger Land neuer Träger der Einrichtung und will hier in Zukunft einen religionspädagogischen Ansatz mit Schwerpunkt auf die musische Bildung verfolgen. Quelle: Thomas Kube
Lossatal

Ab 1. Juli dieses Jahres ist die Diakonie Leipziger Land neuer Träger der bislang kommunalen Kindertagesstätte „Knirpsenland“ in Meltewitz, Am Weckberg 4. Zur jüngsten Tagung des Gemeinderates in der Falkenhainer Oberschule im Lossatal votierten die Mandatsträger ohne Ausnahme für den Wechsel und verabschiedeten zugleich einen entsprechenden Nutzungsvertrag mit der kirchlichen Einrichtung.

Musische Bildung

Bereits im Oktober 2017 hatten Diakonie-Geschäftsführer Harald Bieling und der Fachbereichsleiter für Kindertagesstätten und Schulen, Stefan Winkelmann, dem Gremium in nicht öffentlicher Sitzung ihr Konzept vorgestellt. Demnach soll die Kita in Zukunft „einen religionspädagogischen Ansatz mit Schwerpunkt auf die musische Bildung“ verfolgen. Im Dezember des Vorjahres wurden darüber ebenso die Eltern informiert. Laut Hauptamtsleiterin Heike Markus verfügt Meltewitz über 33 Plätze, 21 im Kindergarten sowie zwölf in der Krippe. Lediglich 22 Mädchen und Jungen werden derzeit von Leiterin Beate Hessel und zwei Mitarbeiterinnen betreut. Vier Kinder verlassen 2018 die Kita, Neuanmeldungen gibt es keine.

Einvernehmliche Überleitung des Personals

Entsprechend der Vereinbarung obliegt dem Diakonischen Werk mit Sitz in Grimma ab Juli neben der Betreuung auch die gesamte Betriebsführung. Außerdem verpflichtet sich der neue Träger vorrangig Kinder der Gemeinde Lossatal aufzunehmen und das Konzept alle drei Jahre fachlich zu überarbeiten. Gleichfalls schriftlich fixiert wurde eine „einvernehmliche Überleitung des Personals“ unter Berücksichtigung der Besitzstände und der bestehenden Betriebszugehörigkeit. „Die Leiterin der Kindertagesstätte wird nicht übernommen, sondern verbleibt in einem Arbeitsverhältnis mit der Gemeinde“, heißt es außerdem im Paragraf sieben unter Punkt drei des Vertrages. Dieser läuft übrigens auf unbestimmte Zeit und kann nur von beiden Seiten gekündigt werden. Nichts ändern wird sich am Umfang des Leistungsangebotes. Die heutigen Betreuungszeiten von viereinhalb, sechs sowie neun Stunden bleiben gleich und die Kita von 6.30 bis 16.30 Uhr geöffnet.

Bürgermeister Weigelt: Neue Chance für Meltewitz

Aus Sicht von Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) biete die Übernahme „eine neue Chance für Meltewitz“. Die Kita sei baulich tipptopp und könne sogar noch wachsen, sagte der Rathauschef weiter. Auch der Gemeinderat und Meltewitzer Ortsvorsteher Michael Bröcher begrüßte wie unter anderem Christiane Hörnig, Ortsvorsteherin von Falkenhain, die neue Ära in Anwesenheit von Bieling und Winkelmann. Zuletzt wünschte Weigelt den beiden Gästen alles Gute. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“ Mit Meltewitz ist der soziale Dienst der evangelischen Kirche nunmehr Träger von insgesamt elf Kindereinrichtungen und der ersten im Kommunalverbund des Wurzener Landes. Jene Partnerschaft zwischen Wurzen, Bennewitz, Thallwitz und Lossatal spielte in der Tagesordnung überdies eine Rolle. Denn die Gemeinde trat mit Zustimmung des Rates dem Verein Standortinitiative Wurzen & Wurzener Land (SiW) bei.

Zuvor erläuterte SiW-Vorstandsvorsitzender Eberhard Lüderitz die Ziele der am 3. April 2003 gegründeten Gemeinschaft. Dabei gehe es den Mitgliedern – Industrieunternehmen, Händlern, Vereinen, Schulen, aber auch Privatpersonen – vor allem um die Stärkung der Region als Wirtschaftsstandort sowie die Entwicklung des Wurzener Landes zu einem kulturellen und touristischen Anziehungspunkt. Für einen Jahresbeitrag von 120 Euro sitzt Lossatal, so wie bereits Wurzen, Bennewitz und Thallwitz, jetzt mit im Boot.

Von Kai-Uwe Brandt

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