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Wurzen Trebsen bereitet sich auf 850-Jahrfeier vor
Region Wurzen Trebsen bereitet sich auf 850-Jahrfeier vor
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13:55 04.11.2009
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. Darauf, sowie auf andere Modalitäten, dazu gehören zum Beispiel Logo und Maskottchen, hat sich das Festkomitee unter Leitung von Helga Tauchnitz auf seiner jüngsten Sitzung geeinigt.

Der Einladung zu diesem Treffen folgte auch Christoph Bormann. Als Landschaftsplaner stellte er im Sitzungssaal des Rathauses seine Entwürfe zur Gestaltung der großen Werbeträger vor und machte obendrein Standortvorschläge. Angedacht sei es, diese Werbetafeln so zu fertigen und zu positionieren, dass sie langfristig, also auch über das Jubiläum hinaus die Transitbesucher und Gäste der Stadt grüßen. Damit und mit den Kosten, die Bormann vage auf 11 000 Euro beziffert – womit er unter den Erwartungen blieb –, fand er im Festkomitee Zustimmung.

Auf Ablehnung, ja sogar tumultartiges Entsetzen stieß hingegen eine ganz andere Preisvorstellung. „Die Sperrung der B 107 für den Festumzug soll 10 000 Euro kosten“, verkündete Helga Tauchnitz das Ergebnis einer entsprechenden Anfrage bei den zuständigen Behörden. Zur Klärung dieser Forderungen bestehe erheblicher Gesprächsbedarf, versuchte Bürgermeisterin Heidemarie Kolbe die Wogen zu glätten. Das gelang letztlich mit der Entscheidung zum Logo – ein Motiv vom Trebsener Schloss auf einer Papierrolle – sowie zum Maskottchen. Letzteres ist ein Vorschlag von Gerda Toth und Dorothea Voigt, die eine Figur auf zwei Beinen namens „Trebezin“ kreierten, ähnlich wie die Muldenperle zum Tag der Sachsen in Grimma.

Als markantes Erkennungsmerkmal soll Trebezin eine Mütze in Form des Rathausturmes tragen. Damit es in lebensgroßer Gestalt beispielsweise am Festumzug teilnehmen, aber auch im Vorfeld des Jubiläums als Werbebotschafter bei Veranstaltungen in der Region auftreten kann, näht die Muldentalwerkstatt Grimma/Hohnstädt ein Kostüm. Aufhorchen ließ auch die bereits fest eingeplante Festschrift. Das zirka 80 bis 100 Seiten umfassende Buch soll die lebendige Geschichte von Trebsen widerspiegeln. Unter anderem werden darin besondere Persönlichkeiten der Stadt, wie die beiden Ehrenbürger Pfarrer Walter Schormann und Bernhard Ullrich, vorgestellt.

Mit Bildern sowieso, aber auch mit redaktionellen Beiträgen über das Leben der Stadt „darf die Festschrift nicht nur für Leser jenseits des Rentneralters spannend sein“, mahnte Patric Blum. Dazu passt die Idee, Textbeiträge von Trebsener Bürgern aus allen Altersgruppen abzudrucken, kündigte Rosi Wächter an. Wer sich dazu berufen fühle, könne sich beim Festkomitee oder im Rathaus auch mit eigenen Themen anbieten. Unabhängig von den bereits fest eingeplanten Beiträgen, die über die urkundliche Ersterwähnung von Trebezin berichten, über die Kirche und das Schloss mit seinem Rittergut sowie über die Schule, Industrie, Handwerk, Landwirtschaft und, und, und...

Frank Schmidt

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