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Wurzen Trebsener Schüler werden zu Steinkennern ausgebildet
Region Wurzen Trebsener Schüler werden zu Steinkennern ausgebildet
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00:30 17.10.2015
Kleiner Steinbeißer: Tim Luca bearbeitet einen Sandstein und wird damit seinen Beitrag zum Puzzle für das Gesamtbild eines Krokodils leisten. Quelle: Frank Schmidt
Trebsen

Dabei handelt es sich um ein Pilotprojekt, das im Rahmen des Ganztagsangebotes in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig und dem Geopark Porphyrland praktiziert wird.

"Wir leben ja in einer Stein reichen Gegend. Und Steine gehören zu unserem Leben. Sie sind insbesondere für die wirtschaftliche Entwicklung wichtig, aber auch für Kunst und Kultur", sagt Uwe Bielefeld von Förderverein. Zunächst wird von den Kindern Sandstein bearbeitet, so dass daraus ein Puzzle in Gestalt eines Krokodils entsteht, das als Endprodukt in der Schule zu sehen sein wird. "Das ist schon ein sehr hoher Anspruch an ein Gemeinschaftswerk", so Bielefeld. Darüber hinaus sollen Natursteine zu Farben verarbeitet werden, um daraus Bilder zu entwerfen. Ziel sei eine Ausstellung der regionalen Steine, die von den Schülern bestimmt werden. "Wir wollen zunächst testen, inwieweit wir all das Schülern einer fünften Klasse zumuten können und wie weit sie da mitgehen wollen, beziehungsweise können, um es auch für die nächsten Jahrgänge fortsetzen zu können." Doch schon in der Anfangsphase sei es "erstaunlich, was an unterschiedlichen Fähigkeiten und Qualitäten vorhanden ist." Bielefeld sei es sehr wohl bewusst, dass die Messlatte hochgelegt wird, wenn er in Trebsen ein "Zentrum für regionale, sprich für sächsische Edelsteine" etablieren möchte.

Im Geräusch der gewordenen Steinbeißer, die unter fachlicher Leitung von Steinmetz Olaf Püschel arbeiten, staunt Detlef Hörig als Rektor der Oberschule über die an den Tag gelegte Begeisterung. "Das ist ja nicht ganz einfach, diesen Sandstein mit Hammer und Meißel zu bearbeiten, damit ein Gesamtbild entsteht." Diese Arbeiten werden im Fach Kreativunterricht zwar benotet, jedoch ohne Versetzungsrelevanz. Eine andere Gruppe, die Jäger und Sammler sind zeitgleich an der Mulde unterwegs gewesen, um Steine zu sammeln und zu bestimmen. Dabei bekommen sie von Mitarbeitern der Uni Leipzig den Kreislauf des Steines nahe gebracht. "Die Natur besitzt eine große Kreativität, die uns im Alltag nicht immer bewusst wird", sagte Expertin Sabine Holz. Um das den Kindern bewusst zu machen, sind aus Papier Kristalle gebastelt worden. Und dabei sei die Erfahrung gereift, was die Natur leiste. "Dass Steine im Allgemeinen kleine Wunderwerke sind, an denen wir oft achtlos vorbeigehen."

Frank Schmidt

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