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Tribüne geht nicht an Theaterverein

Tribüne geht nicht an Theaterverein

Falkenhain. Um die Übertragung von Vermögenswerten an den Theater- und Kulturverein Mark Schönstädt ging es am Montagabend zur Gemeinderatssitzung in Falkenhain.

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Für Zubehör zu Tontechnik und Kabel, die nach wie vor an der ehemaligen Spielstätte im Park Dornreichenbach in der Erde liegen, waren schnell die Weichen gestellt. Bei der Sitztribüne für rund 48 000 Euro, die 2004 mit Fördermitteln angeschafft worden war, gestaltete sich die Entscheidung anders: Hier wollten sich die Gemeinderäte – fünf waren entschuldigt – nicht auf dieses Verfahren einlassen.

Bürgermeister Gerd Härtel hatte kein Hehl daraus gemacht, dass er es gern gesehen hätte, wenn die Gemeinde die Verantwortung für das Stahlgerüst an den Theaterverein abgetreten hätte. „Die Bindefristen sind abgelaufen. Bei einer jährlichen Abschreibung von 30 Prozent ist der materielle Wert gleich null. Wir wollen aber, dass das Gerüst gut gepflegt erhalten bleibt", argumentierte das Gemeindeoberhaupt.

Die Verwaltung hatte seinerzeit bei dem Projekt „Ein Dorf spielt Theater" ausschließlich deshalb den Kopf hingehalten, weil die Fördermittel sonst nicht geflossen wären. Im Gegensatz zu den Auflagen, die am alten Standort im denkmalgeschützten Park Dornreichenbach galten, könnte die Tribüne in der jetzigen Spielstätte im Waldbad Mark Schönstädt das ganze Jahr über stehenbleiben.

Härtel machte allerdings auch auf ein spezielles Problem aufmerksam: Die Sitztribüne könne nur mit Baugenehmigung aufgebaut werden. Diese bleibe, einmal beantragt, als Baulast für das Grundstück bestehen. Auch das sei wohl ein Grund dafür, dass in der Vergangenheit außerhalb des Vereins keine Begehrlichkeiten für das Objekt entwickelt wurden.

Bevor sie ihren Beschluss fassten, diskutierten die Gemeinderäte darüber, ob sich die Gemeinde ein Nutzungsrecht vorbehalten solle und was bei Insolvenz des Vereins passiere. „Wir legen uns selber Fesseln an. Wenn wir die Tribüne behalten, müssen wir als Kontrolleur auftreten. Das wollen wir nicht", gab Härtel zu bedenken. Gemeinderat Gerd Grünberg wies auf den erheblichen Wert des Objektes hin und konnte sich auch vorstellen, dass sie auf dem Sportplatz genutzt werden könnte. „Die Tribüne ist zwar mobil, braucht aber eine Baugenehmigung. Einfach wegholen und woanders aufstellen – das funktioniert nicht", betonte Härtel mehrfach.

Ingrid Leps

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