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Turner in der alten Baracke freuen sich auf Falkenhains neues Sportzentrum

Turner in der alten Baracke freuen sich auf Falkenhains neues Sportzentrum

Lossatal/Falkenhain. Zuletzt nannte der Lossataler Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) die museumsreife Turnhalle in Falkenhain, so wörtlich, den Standort mit der wohl höchsten Ministerbesuchsquote in Sachsen.

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Machen sich fit für sportliche Höchstleistungen: Übungsleiterin Monika Kretzschmar (63), Marlene (7), Sanamea (6), Amalia (5) und Übungsleiter Sebastian Böhme (v. l).

Quelle: Andreas Döring

. 20 Jahre mussten die Falkenhainer warten, bis 2014 Innenminister Markus Ulbig (CDU) den Neubau einer Zwei-Felder-Halle verbindlich ankündigte und Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) im April mit einem Scheck über 1,8 Millionen Euro auf der Matte stand.

100 Turner aus Machern, Brandis, Wurzen, Leipzig, Oschatz und Falkenhain konnten sich in dieser Woche beim Trainingslager ein Bild vom Baufortschritt machen. In Sichtweite der alten Halle steht ein Bagger, die Erdarbeiten für die neue Sportstätte haben begonnen. In Kürze wird die Bodenplatte gegossen. "Die Bauzeit soll zwölf bis 14 Monate dauern. Wir hoffen auf die Fertigstellung der neuen Turnhalle im Oktober 2016", so Ortschef Weigelt.

Das Turnen hat eine lange Tradition in Falkenhain. Es waren Mitstreiter um Turnvater Karl Haupt, nach dem im Ort sogar eine Straße benannt ist: Sie bauten 1959 in Leipzig die ausrangierte Holzbaracke der Alfred-Rosch-Kampfbahn ab und in Falkenhain wieder auf. Die Halle mit der Fläche von zehn mal 20 Metern, die inzwischen buchstäblich aus allen Nähten platzt, wird bis zuletzt genutzt.

Dafür braucht es Improvisationstalent. Das beweisen beim diesjährigen Turnerlager die ehrenamtlichen Veranstalter um Monika Kretzschmar, Sebastian und Alexander Böhme, André Hauptmann, Stefanie Richter, Simone Winkler, Martina Mühlberg, Sabine Schweingel und andere. Sie belegten Holzpaletten fürs Bodenturnen mit Filzmatten. Der Bauhof karrte einen zusätzlichen Barren aus dem Nachbardorf Thammenhain heran. Rollen und Räder, Handstände und Überschläge üben die Sportler im Freien auf abgepolsterten Kästen und Hockern.

Die Oschatzer Jordaan Knorr und Karl "Kalle" Flach sowie die Falkenhainer Theo Schruttke und Max Großmann treten in Wettkämpfen sonst gegeneinander an. Beim Turnerlager üben die Freunde gemeinsam akrobatische Salti, legen das Sportabzeichen ab, rösten Knüppelkuchen am Lagerfeuer, gehen auf Nachtwanderung, toben im Freibad. Die Teilnehmer zahlen 55 Euro für die ganze Woche - inklusive Fahrten, Eintritte, Essen und Unterkunft im Zelt.

Einer der Übungsleiter ist Boris Merino vom Turnverein Leipzig-Plagwitz. Der 30-Jährige turnte früher in der bolivianischen Nationalmannschaft, ehe er Sport in der Messestadt studierte und sein Können nun an den Nachwuchs weiter gibt. Er ist begeistert von der Turnerhochburg Falkenhain. Wen wundert's. Hier ist es schon lange ungeschriebenes Gesetz, dass die älteren die jüngeren Turner trainieren. Hannah Kretzschmar (17) coacht die sechsjährigen Jungs, Oliver Sela (16) die Achtjährigen und Charlotte Anders (13) die siebenjährigen Mädchen.

Die neue Halle wird viermal so groß wie das hölzerne Museumsstück. Das "Schul-, Gesundheits- und Seniorensportzentrum" kostet 3,6 Millionen Euro und gilt als beispielhaft für Sachsen. Gelobt wird sowohl die Vielfachnutzung als auch das Zusammenspiel der Kommunen Lossatal, Thallwitz und Belgern-Schildau. Deren Gemeinderäte stehen geschlossen hinter dem Projekt.

Für das Lossatal ist der Turnhallenbau die größte Investition des Jahrzehnts. 1,8 Millionen Euro steuert die Kommune bei. Bürgermeister Weigelt: "Die Fusion von Hohburg und Falkenhain beginnt sich auszuzahlen. Wir meinen: Die Hochzeitsprämie von mehr als 600 000 Euro haben wir gut angelegt."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.08.2015
Haig Latchinian

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