Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Über 700 Besucher bei Ausstellung über Vertriebene in Wurzen

Über 700 Besucher bei Ausstellung über Vertriebene in Wurzen

Zu der Ausstellung „Exodus des Bartschtals“ , die im vergangenen Monat zu Ende ging, haben Wilhelm Broy, der die Ausstellung organisierte, und Horst Anders, der sie nach Deutschland holte, nun ihren Schlussbericht vorgelegt.

Wurzen. „Es war folgerichtig, diese gemeinsame deutsch-polnische Ausstellung hier an der Mulde zu zeigen, kamen doch rund 40 000 Flüchtlinge im zeitigen Frühjahr 1945 aus dem Bartschtal im schlesischen Kreis Militsch-Trachenberg hierher an die Mulde“, heißt es in dem Fazit der beiden. Die Ausstellung zeigte Vertreibung und Schicksale von Vertriebenen der schlesischen Region nördlich von Breslau im heutigen Polen, die durch den Zweiten Weltkrieg verursacht wurden. Sie wurde nach Erfolgen in Polen in Wurzen zum ersten Mal in Deutschland gezeigt.

Viele Selbstbetroffene kamen in die Wenceslaikirche, in der die Dokumente ausgestellt wurden. Für sie waren es schmerzhafte Erinnerungen.„Das darf sich nie wieder wiederholen“, schrieben sie, aber auch ihre Nachkommen und die hier schon immer Sesshaften ins Gästebuch.

„Die Ausstellug war auch eine Würdigung der damaligen hier ansässigen Generation, die rund 40 000 Militsch-Trachenberger in ihrer Not aufgenommen haben, obwohl schon die gleiche Anzahl anderer Geflohener hier waren“, erklärten die Veranstalter.

Über 700 Besucher zählte die Ausstellung in Wurzen. „Von der großen Zahl waren wir selbst überrascht und sehr erfreut“, erklärt Organisator Hans Joachim Nitschke. Die Besucher kamen hauptsächlich aus den Orten entlang der Mulde aufwärts bis hin nach Frohburg, Borna und Mittelsachsen, aber auch aus Leipzig, Berlin, Görlitz, Riesa, Dresden, Freital und einem mit dem weitesten Weg aus Gruzek in Kansas, USA.

Nicht so viel Interesse erhielt die Gelegenheit, die Ausstellung für den Geschichtsunterricht in den höheren Schulklassen zu nutzen. Nach Hinweisen von Oberbürgermeister Röglin und anderer politischer Vertreter bei der Eröffnung machte davon nur eine Klasse Gebrauch. „Das hat uns sehr enttäuscht“, sagt Nitschke. In Polen wären hauptsächlich Jugendliche in der Ausstellung gewesen. „Sie haben dort ihren Geschichtsunterricht abgehalten.“ Woran das mangelnde Interesse hierzulande lag, weiß Nitschke nicht zu sagen.

Der Sächsische Staatsminister für Inneres, Markus Ulbig, war Schirmherr dieser Ausstellung, Ihm, den Pfarrer Schiefer mit seinem Kirchenvorstand und dem Oberbürgermeister dankten die Veranstalter im Nachhinein besonders für die Ermöglichung der Ausstellung.

Nun wird die Ausstellung „Exodus des Bartschtals” am 7. Oktober in Görlitz in der Frauenkirche eröffnet und drei Monate bleiben, bevor sie in das Haus Schlesien bei Königswinter/Bonn zieht.

Juliane Streich

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wurzen
  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

Blättern Sie in der prall gefüllten Veranstaltungsbeilage und entdecken Sie die Termine aus unserer Region. mehr

Gemäß des packenden „Drei in einer Reihe“-Prinzips müssen Reihen aus mindestens 3 Steinen gebildet und aufgelöst werden. Hier kostenlos im Spieleportal von LVZ.de spielen! mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Digital Abo

    "LVZ Digital Abo" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kön... mehr

21.08.2017 - 07:57 Uhr

Der SV Chemie Böhlen unterliegt mit 0:2 im Sportpark Tresenwald / Seltmann und Mikusch treffen

mehr