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Wurzen Unfälle mit Bussen im Landkreis Leipzig eher die Ausnahme
Region Wurzen Unfälle mit Bussen im Landkreis Leipzig eher die Ausnahme
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13:09 21.02.2018
Missglückter Busalltag: Bei winterlichen Verhältnissen rutschte dieser Bus im April 2015 auf der B107 zwischen Grimma und Wurzen in den Graben. Quelle: Frank Schmidt
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Landkreis Leipzig

Unfälle mit Beteiligung von Schul- und Linienbussen haben in den zurückliegenden Wochen für Aufsehen gesorgt. In Grimma verursachte ein Busfahrer einen Unfall mit einem Mopedfahrer. Ein Schulbus landete im Ortsteil Brösen auf einem Gehöft, nachdem der Fahrer ein Hinweisschild missverstanden hatte. Der Ausbau von Buslinien und die Erweiterung des öffentlichen Nahverkehrs fordert die Unternehmen im Landkreis Leipzig.

„Ich vermag jetzt gedanklich vier Jahre rückwirkend zu überblicken. Und da sind mir Unfälle mit solchen Schäden nicht in Erinnerung, wie wir diese in den letzten Wochen hatten“, sagt Thomas Fröhner, Pressesprecher bei Regionalbus Leipzig. Neben den beiden Zwischenfällen in Bröhsen und Grimma sei nur noch ein Unfall in Erinnerung, bei dem ein Linienbus auf der B107 zwischen Grimma und Wurzen in den Straßengraben rutschte und schräg an einem Baum lehnte. Das sei am 1. April 2015 bei winterlich widrigen Verhältnissen geschehen. „Es gibt hin und wieder Sachschäden an Bussen – so etwas passiert halt im Alltag und ist unschön. Aber gravierende Vorfälle mit Personenschäden hatten wir in den vergangenen Jahren nicht“, weiß Fröhner.

Mitnichten möchte er mit seiner Bilanz die Dramatik des Unfalls in Grimma am Oberen Bahnhof Anfang Februar herunterspielen. Dabei war ein jugendlicher Mopedfahrer verletzt wurde. Dieser Unfall sei zwar durch das Verschulden der Busfahrerin passiert, „gehört aber zu den unschönen Ausnahmen“, stellt Fröhner klar. „Die Kollegin hat mit dem Unfallopfer Kontakt aufgenommen und ist vom Arbeitgeber für zwei Tage freigestellt worden, damit sie sich sammeln konnte, denn so ein Zwischenfall ist eine persönliche Belastung“, sagt Fröhner und rückt damit die „Führsorgepflicht des Unternehmens gegenüber den Mitarbeitern“ in den Mittelpunkt. Und auch der Zwischenfall in Bröhsen Mitte Januar sei auf ein bedauerliches Verschulden des Busfahrers zurückzuführen. „Aber das lässt nicht darauf schließen, dass sich die Dienstbelastungen unserer Fahrer erhöht hätten oder übermäßig sind, womit diese Zwischenfälle zu erklären wären. Das sind ganz einfach seltene und missglückte Alltagserscheinungen - leider“, sagte Fröhner.

Einen rückläufigen Trend im Unfallgeschehen verzeichnet die Thüsac, die in und um Borna den Linienverkehr realisiert. Dass Linienbusse in Verkehrsunfälle verwickelt würden, käme äußerst selten vor, sagt Tatjana Bonert, Geschäftsführerin des in Altenburg ansässigen Unternehmens: „Wir sind glücklich, dass es so ist. Die Tendenz ist mit Blick auf die vergangenen Jahre sogar rückläufig.“ Der bisher milde Winter stütze diese positive Entwicklung, denn je weniger Schnee- und Eisglätte es gebe, desto geringer sei die Unfallgefahr. 51 Linien in Sachsen und Thüringen bedient das rund 200 Mitarbeiter zählende Unternehmen. Zwar sei Fahrpersonal rar, doch sei es bisher immer gelungen, alle Stellen zu besetzen, so Bonert: „Wir gehen davon aus, dass das auch in der Zukunft funktioniert.“

Von Ekkehard Schulreich und Frank Schmidt

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