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Wurzen Ungewöhnliche Klänge
Region Wurzen Ungewöhnliche Klänge
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05:00 21.06.2011
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. Normalerweise… – doch Norm und Normalität passt das zu Kindern? Natürlich nicht! Deshalb hat sich die große Gruppe der Panitzscher „Parthenflöhe" für ihr Abschlussfest etwas Besonderes einfallen lassen: ein Konzert à la „Stomp".

Kehren, trommeln, klatschen, rascheln, schütteln, wild und ausgelassen tanzen: fröhlich, ungewöhnlich, lautstark und klangvoll nahmen Lilly, Paula, Richie und die anderen Schulanfänger dieser Tage Abschied vom geliebten Kindergarten und waren gleichzeitig voller Vorfreude auf die Schule. Das bewies das wohl außergewöhnlichste Programm, welches man auf der Panitzscher Trabrennbahn je erleben konnte: Aus Lilly, Michelle, Fabian, Amy und Co wurden Dutzende kleine „Stompianer" – Fans jener berühmten Percussion-Band, die mit Topfdeckeln, Mülltonnen, Blechdosen und anderen Objekten des täglichen Lebens weltweit durch die Konzerthallen zieht.

Doch könnte es nicht umgekehrt sein? Dass sich nämlich die „Stomp"-Musiker von den Kindern für ihre „alltägliche Klang-Symphonie" inspirieren ließen. Dieser Gedanke kam wohl auch Steffi Gäbler. Mindestens dreimal hat die Erzieherin des „Stomp"-Gastspiel gesehen und sich immer wieder aufs Neue davon begeistern lassen. Allen möglichen Alltagsgegenständen Töne entlocken – das machen doch auch meine Kinder, dachte sich die erfahrene Pädagogin. Und schon war die Idee für ein einmaliges Abschlussfest geboren.

Angefangen hat das Projekt mit Mülltonne und Co. im März. Zweimal pro Woche zog die Marienkäfer-Gruppe bepackt mit Koffern voller Utensilien zur Trabrennbahn. Hier wurde improvisiert, experimentiert und Schritt für Schritt ein kleines Bühnenprogramm aufgebaut. Bei diesen und ähnlichen Projekten sehen sich Steffi Gäbler und die anderen Panitzscher Kita-Mitarbeiterinnen als „Mutmacher- und Anregerinnen, welche die Mädchen und Jungen sensibel und aufmerksam in ihrer Entwicklung begleiten. Kinder sind neugierig und begeisterungsfähig, das muss nur gefördert werden."

Endlich war es soweit: Gespannt sahen Eltern, Geschwister und Großeltern auf den der mit Schüsseln, Radkappen. Blecheimern oder Rohren bestückten Vorhang. Musste man sich jetzt vielleicht die Ohren zuhalten? Doch keine Bange – alles steigerte sich allmählich. Zunächst schwangen Besenborsten sanft übern Boden, dann kamen Schläuche, Stöcke, Rohre zum Einsatz, entwickelten sich energiegeladene Rhythmen. Schließlich schallte aus den Lautsprecherboxen das Lied vom „Roten Pferd", gefolgt von Shakiras „Waka Waka". Kinderkörper bewegten sich in Wellen, schlugen Räder, machten HipHop-Kopfstände – hier gab es nichts Künstliches, keine festgezurrten Choreografien, hier regierte die Freude an der Bewegung: vital und dynamisch. Soviel Lebensenergie steckt natürlich an: Jubel und Rufe nach Zugaben für ein mitreißendes Spektakel.

Ingrid Hildebrandt

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