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Wurzen Vandalen verwüsten Macherner Käuzchenbad
Region Wurzen Vandalen verwüsten Macherner Käuzchenbad
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15:11 19.05.2015
Vom Sockel geholt: Unbekannte haben das Käuzchen im Park Machern gestohlen und die Brücke zerstört. Quelle: Andreas Röse

Auch der Zaun des Hirschgartens muss dringend erneuert werden.

"Das komplette Käuzchen wurde vom Sockel entfernt", berichtet Johanna Hanspach, Vorsitzende des Fördervereins Schloss und Landschaftsgarten zu Machern. Doch dabei ließen es die Vandalen nicht bewenden. Ihre Zerstörungswut ließen die Unbekannten auch an der nahen Brücke aus, die auf Grund der Schäden inzwischen gesperrt worden ist.

"Es macht uns traurig, dass unsere Arbeit auf diese Weise zunichte gemacht wird", erklärt Johanna Hanspach, Gerade ist der Verein dabei, neue Initiativen zu entwickeln, um die Attraktivität des weit über Machern hinaus bekannten Landschaftsgartens zu erhöhen - man steht in den Startlöchern für die Komplettierung der Birkenallee und freut sich, dass eine Neuauflage des Parkführers ins Haus steht. "Da schmerzen solche zerstörerischen Aktionen um so mehr", beklagt die Vereinsvorsitzende.

Die Gemeinde als Eigentümerin des Landschaftsgartens hat inzwischen Anzeige gegen Unbekannt erstattet, wie Bürgermeisterin Doreen Lieder (parteilos) auf Anfrage informiert.

Auf Initiative des Parkvereins war das Kleinod nach Aufzeichnungen des gräflichen Bauinspektors Glasewald im Jahr 1999 neu hergerichtet und zum damaligen Parkfest offiziell eingeweiht worden. Margitt von Reclam-Schlee, eine der letzten Nachfahren der Schlossbesitzer von Lindenau, hatte die steinerne Statue damals enthüllt. Schon 2009 mussten die Parkfreunde erleben, wie ihre Bemühungen, den Park für Spaziergänger und Touristen als Attraktion zu erhalten, konterkariert wurden. Das Käuzchen war nach den Highland Games 2009 plötzlich verschwunden. Petra Puttkammer, Chefin der Macherner Grünprofi GmbH und stellvertretende Vorsitzende des Parkvereins, vermutete damals, dass es einfach in den Teich geworfen wurde. Auch das Geländer des kleines Steges, der zu dem nach historischem Vorbild gestalteten Areal führt, war vor vier Jahren ebenfalls demoliert worden.

Nun herrscht wieder der gleiche unerfreuliche Zustand. "Die Gemeinde Machern beabsichtigt die Neuanschaffung beziehungsweise Wiederherstellung des Käuzchens", kündigt Doreen Lieder an. Es soll ein neues Abbild hergestellt werden. Im nächsten Frühjahr, so der Zeitplan des Rathauses, könne die Szenerie wieder in altem Glanz erstrahlen. Die Kosten für die Erneuerung dürften diesmal nicht ganz so hoch wie beim ersten Mal ausfallen. Bei einem Steinmetz in Eilenburg sei eine Form aufbewahrt, die nach der Zerstörung 2009 hergestellt wurde. "Somit fangen wir jetzt wenigstens nicht bei Null an", meint die Vereinsvorsitzende.

Doreen Lieder möchte sich bei der Gelegenheit beim Förderverein für sein Engagement bedanken, "wir sind dem Verein sehr verbunden, der sich mit seinen Mitgliedern für unseren schönen Landschaftsgarten engagiert, zuletzt wieder mit dem Arbeitseinsatz im Hirschgarten." Hier befindet sich übrigens eine weitere Schwachstelle, an der dringend etwas getan werden muss.

Der Zaun bietet derzeit keine wirkliche Barriere mehr. Die hölzernen Streben sind altersschwach und müssen dringend ausgetauscht werden. "Die notwendige Reparatur ist 2014 geplant", versichert Doreen Lieder.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.11.2013
Simone Prenzel

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