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Verein „Ein Herz für Tiere“ sucht Unterstützer für das Tierheim Wurzen

Aufruf Verein „Ein Herz für Tiere“ sucht Unterstützer für das Tierheim Wurzen

Ohne Hilfe von außen lassen sich viele Projekte nicht verwirklichen. Daher sucht der Tierschutzverein „Ein Herz für Tiere“ immer wieder Unterstützer und Spender. Bereits seit Jahren kümmert sich die Gemeinschaft im Tierheim Trauschkenweg um Fund- und Abgabetiere.

Das Tierheim im Trauschkenweg 100: Derzeit kümmert sich der Verein „Ein Herz für Tiere“ um elf Hunde und 35 Katzen. Als nächstes großes Projekt steht der Neubau des Katzenfreigeheges gleich im Eingangsbereich an. Hierfür sucht der Verein noch Spender.

Quelle: Kai-Uwe Brandt

Wurzen. Wenn es nach Kristina Schmitt gehen würde, kann der Tierschutzverein „Ein Herz für Tiere“ nicht genug Unterstützer haben. Die 70-köpfige Gemeinschaft mit Mitgliedern aus dem gesamten Muldental bis Leipzig betreibt seit vielen Jahren im Trauschkenweg 100 das Tierheim Wurzen. Seit Mai 2015 steht die 62-jährige Wirtschaftskauffrau aus Borsdorf dem Verein vor. „Aber ich möchte lieber im Hintergrund bleiben.“ Wichtiger sei ihr dagegen, die Einrichtung ins öffentliche Licht zu rücken.

Und das aus gutem Grund. „Beim Einwerben von Spenden gibt es leider insbesondere im Wurzener Raum eine gewisse Zurückhaltung“, spricht sie das Problem direkt an. Eben deshalb will sie gern vor Ort überzeugen, um zu zeigen, dass die Gelder ausschließlich zum Wohl der Tiere eingesetzt werden. Derzeit betreut der Verein elf Hunde und 35 Katzen und vermittelte im Vorjahr 88 Katzen und 20 Hunden ein neues Zuhause. Dass immer mehr Menschen, die sich für ein Fundtier interessieren, mittlerweile den Weg ins Wurzener Tierheim finden, begrüßt Schmitt ausdrücklich. Denn all ihre Schützlinge hätten eine zweite Chance verdient.

Was aber die wenigsten wissen: Tierheime erfüllen eine öffentliche Aufgabe – im konkreten Fall für die Stadt Wurzen und die Gemeinde Lossatal. Das Gesetz verpflichtet nämlich Kommunen, für die Unterbringung von Fundtieren und die Suche nach den Haltern zu sorgen. Zumeist übertragen sie das Betreiben von Tierheimen gemeinnützigen Vereinen und schließen mit ihnen Verträge ab. Darin geregelt sind unter anderem die Erstattungskosten. Doch der Obolus vom Fiskus, so Schmitt, decke keineswegs den wahren finanziellen Aufwand im Trauschkenweg. Jedenfalls nicht mit dem eigentlich benötigten Personal. Ohne feste Mitarbeiter, sondern allein nur über ehrenamtliches Engagement sei die Arbeit aber kaum zu stemmen, merkt Schmitt an. „Kommunen müssen schließlich auch Feuerwehren vorhalten und bezahlen diese nicht nach der Anzahl ihrer Einsätze pro Jahr.“ Momentan gebe es ein Heimleitungsteam mit Cindy Bruzdziack und Ricky Pape. Ansonsten hilft noch ein junger Mann aus, der hier sein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) absolviert. „Im August erhalten wir drei sogenannte Bufdis und im September einen FÖJler.“

Im Übrigen muss der Verein im Durchschnitt stets mit 100 bis 150 Euro pro Tier in Vorleistung gehen. So zum Beispiel für den Tierarzt, die Entwurmung und Medikamente. „Etwa 75 bis 80 Prozent unserer Vierbeiner sind Fundtiere, der Rest Abgabetiere.“ Die Dauer der Unterbringung gehe von ein paar Tagen bis zu Jahren. „Besonders Langzeitbewohner machen uns traurig.“ Vor allem betrifft dies Tiere mit Handicap. Und auf einen weiteren Umstand verweist Schmitt: „Leider haben wir Tierschützer öfter mit Menschen zu tun, die ihre Tiere vernachlässigen oder wie überdrüssiges Spielzeug einfach wegwerfen.“ Zumindest auf Zeit bietet das 12 000 Quadratmeter große Gelände am Rande der Stadt eine sichere Unterkunft, artgerechte Haltung und liebevolle Fürsorge. So gelang es 2016, mit Zuschuss des Landes das ehemalige Büro in ein Arztzimmer umzubauen. Hilfe erhielten die Mitglieder ferner durch den Deutschen Tierschutzbund – in Form von Geld, aber auch Sachleistungen, wie zwei Containern. Einer beherbergt jetzt das Büro. Doch ohne den Eifer der Mitglieder wäre alles nichts, sagt Schmitt mit Blick auf Eva Jahn, die im Quarantänezimmer vier süße Kätzchen mit der Flasche aufpäppelt.

„Ein jeder kann sich sehr gern davon überzeugen, ob nun einfach aus Interesse oder als Spender, was hier bei uns im Trauschkenweg passiert.“ Als größere Projekt stehen das Katzenfreigehege an, die Dämmung des Hundehauses und eine Auslauffläche hinter den Hundezwingern. „Für das Katzenfreigehege werden wir auf alle Fälle einen Spendenaufruf starten“, kündigt Schmitt schon einmal an und hofft zugleich auf ein breites Echo.

Tierschutzverein Wurzen „Ein Herz für Tiere“, Sparkasse Wurzen, IBAN: DE93860502001020016856, BIC: SOLADES1GRM

 

Von Kai-Uwe Brandt

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