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Wurzen Verein soll Wurzener Innenstadt beleben
Region Wurzen Verein soll Wurzener Innenstadt beleben
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00:36 22.04.2018
Das Geschäft in der Wenceslaigasse: Neuer Mieter ist der Verein Schweizerhaus Püchau. Er soll mit seinem Angebot ab 25. Mai für die Belebung der Innenstadt sorgen. Quelle: Kai-Uwe Brandt
Wurzen

Die zugeklebten Schaufenster in der Wenceslaigasse, Ecke Färbergasse, wecken Neugierde. So fragte sich schon mancher Passant, ob das frühere Traditionsgeschäft „Leder-Schulze“ eine Renaissance erfährt. Stadtsprecherin Cornelia Hanspach weiß mehr: „Nein, hier entsteht ein Treffpunkt der Generationen mit kreativen Angeboten, um die Innenstadt zu beleben.“

Projektladen für Kunst und Kultur

Bereits Anfang März unterzeichnete der Träger der künftigen Begegnungsstätte eine Kooperationsvereinbarung mit der Stadtverwaltung. Demnach nutzt der Verein Schweizerhaus Püchau als Mieter die circa 90 Quadratmeter im Erdgeschoss der Privatimmobilie und will den „Projektladen für Kunst und Kultur“ nach Umbau am 25. Mai eröffnen. „Wir hoffen natürlich sehr, dass die Wurzener die Idee annehmen. Schließlich kann jeder kommen, der Lust und Laune hat“, lockt Hanspach im Vorfeld. Was jedoch genau ab Ende Mai in der Wenceslaigasse 22 geschieht, sei Sache des Schweizerhauses Püchau.

Sanierung läuft noch

Vereinschefin Martina Jacobi macht daraus kein Geheimnis. „Den größten Raum wollen wir zum Beispiel für unsere Tanz- und Theatergruppe nutzen.“ In Rollen schlüpfen können dann Interessenten jeden Dienstag unter Anleitung der Leipziger Theaterpädagogin Josephine Freund. Am Donnerstag steht außerdem das Malen mit verschiedenen Techniken auf dem Programm, und Leonore Kasper hilft mit Rat und Tat bei Medien-, Film- oder Musikvorhaben. Bis dahin gebe es aber noch viel zu tun, verdeutlicht Jacobi nach kurzem Rundum-Blick. Der Fußboden muss raus, und die Wände erhalten frische Farbe. Die Zeit sitzt den Ehrenamtlern im Nacken, „denn Angestellte haben wir nicht“.

Verein will Bildungsangebote machen

Zehn Leute mit gleichem Interesse riefen vor acht Jahren die Gemeinschaft ins Leben, um „künstlerische, kulturelle und demokratische Bildungsangebote“ auch auf dem Lande bereitzustellen. Im November 2010, so Jacobi, erfolgte die Gründung des Vereins, dem derzeit 16 Mitglieder angehören. „Ein Anliegen von uns ist es, einen Raum der Möglichkeiten für Bürger zu schaffen, ganz eigene Ideen zu verwirklichen, selbstständige Aktionen durchzuführen und sich auszutauschen. Das wünschen wir es uns ebenfalls in Wurzen.“ Darüber hinaus bietet das Schweizerhaus Püchau für Kinder und Jugendliche mobile Projekte und Kurse an. Zu den Partnern in der Muldestadt zählen seither die Brücke-Schule, die Diesterweg-Grundschule sowie die Pestalozzi-Oberschule.

Sitz des Kunst- und Kulturvereines ist die Lehdenmühle in Püchau. Das Schweizerhaus, Namensgeber der Gemeinschaft, soll es in Zukunft werden. Jenes Gebäude beherbergte einst die Wohnung des Oberschweizers und gehört zum Püchauer Schlossensemble. Der Oberschweizer kümmerte sich damals um die gräfliche Rinderzucht und stammte aus der Schweiz. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verwendete das Altenheim im Schloss einen Teil des Schweizerhauses als Kohlebunker. Mittlerweile sind Kohlendreck und Müll entfernt, das Dach und die Fenster im Obergeschoss dicht. „Momentan bereiten wir den Bauantrag vor“, so Jacobi.

Doch als Nächstes steht erst einmal der Eröffnungstermin in Wurzen im Vereinskalender.

Eröffnung der Begegnungsstätte des Vereins Schweizerhaus Püchau in der Wenceslaigasse 22 am 25. Mai ab 14 Uhr, Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch sowie Donnerstag von 15 bis 18 Uhr

Von Kai-Uwe Brandt

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