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Vernissage im Ringelnatzhaus

Vernissage im Ringelnatzhaus


Wurzen. Ihr Interesse „an Wohl und Wehe dieses Hauses" hob Museumsleiterin Sabine Jung am Sonnabend zur Eröffnung einer Ausstellung in Ringelnatz‘ Geburtshaus am Crostigall hervor.

. Zum ersten Mal werden hier bis zum 8. August Aquarelle, Monotypien und Zeichnungen von Christian Rietschel öffentlich präsentiert. Der Urenkel des Bildhauers Ernst Rietschel, Großneffe von Ringelnatz, wurde 1908 im jetzigen Wurzener Ortsteil Sachsendorf geboren. Er betätigte sich nach Kunst- und Theologiestudium sein Leben lang künstlerisch. Die Auszüge aus dieser „Privatkunst" wie es Sohn Martin Rietschel zur Vernissage in seiner Würdigung des Vaters nannte, offenbaren dabei eine glückliche Hand. Rietschel konnte für sich in Wurzen dem Leben seines Vaters ein weiteres Mosaiksteinchen hinzufügen: Erika Siebert schilderte persönliche Begegnungen mit dem Mann, der in Sachsen in den 1950er Jahren den Kunstdienst der evangelischen Kirche aufgebaut hatte und offenbar in reichem Maße über die Gabe verfügte, auszugleichen und zu vermitteln.

Die Museumsleiterin begrüßte die Gelegenheit, an einem unübersehbar „provisorischen Ausstellungsort" eine Lanze für das geschichtsträchtige Haus am Crostigall zu brechen. „Wo Ringelnatz draufsteht, sollte auch Ringelnatz drinsein", kritisierte sie das bisherige Selbstverständnis Wurzens als Ringelnatz-Stadt.

Vereinsvorsitzende Angelika Wilhelm erinnerte noch einmal an die Geschichte des Hauses, das 1983 – zum 100 Geburtstag des Poeten – saniert worden war und viel von seinen Charme eingebüßt hatte, als die Ringelnatz-Exponate 1999 ins Museum in der Domgasse abgewandert waren. Wilhelm erinnerte daran, dass der Ringelnatzverein ein Nutzungskonzept vorgelegt habe, das der Bedeutung des denkmalgeschützten Baus als Geburtshaus des Wurzener Multitalents gerecht werde.

Vereinsfrau Viola Hess hob hervor, dass die Gruppe mit ihrer Ausstellung in einem Provisorium „Protestpotential veranschlagt habe, um die Instandsetzung des Hauses zu forcieren". Das Wurzener Parlament, so die Stadträtin, habe sich einmütig zur Instandsetzung bekannt. „Um die Planung zu verwirklichen, brauchen wir neue Mitglieder, Spenden und eine öffentlich-private Patenschaft", warb sie um Unterstützung.

Ingrid Leps

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