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Wurzen Verursacher des schweren Zugunglücks von Bad Lausick muss Geldstrafe zahlen
Region Wurzen Verursacher des schweren Zugunglücks von Bad Lausick muss Geldstrafe zahlen
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15:35 15.11.2012
Der Verursacher der Zugunglücks bei Bad Lausick ist am Donnerstag verurteilt worden. Das Gericht sah für den 30 Jahre alten Angeklagten eine Geldstrafe von insgesamt 2250 Euro vor. Quelle: Klaus Peschel
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Bad Lausick/Wurzen

Der junge Mann muss nun 150 Tagessätze zu je 15 Euro zahlen, insgesamt 2250 Euro. Für ein straffes Verfahren waren keine Zeugen geladen worden, ihre Aussagen wurden nur verlesen. Der 30-Jährige hatte seine Schuld gestanden.

Das Unglück hatte sich am 20. September 2011 an einem Bahnübergang nördlich von Bad Lausick ereignet. Der damals 29-Jährige fuhr mit seinem Kleintransporter auf den Bahnübergang zu, ohne das dort wartende Fahrzeug eines 64-Jährigen rechtzeitig zu bemerken. Er rammte das Auto von hinten, der Wagen landete auf den Schienen.

Bilder von der Urteilsverkündung:

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„Ich konnte nicht mehr bremsen und auch nicht mehr ausweichen“, sagte der Angeklagte bei der Verhandlung. Zusammen mit anderen zog er den 64-Jährigen aus dem Auto und versuchte, dass Fahrzeug noch von den Schienen zu schieben. Ein Regionalexpress raste jedoch mit Tempo 115 herbei, rammte das Auto und schleifte es mehrere hundert Meter mit. Ein Waggon entgleiste und kippte auf ein Feld. Auch zwei weitere Waggons gerieten aus den Schienen. Fast 400 Rettungskräfte waren im Einsatz. Die Bahnstrecke war drei Tage gesperrt. Den Schaden bezifferte Staatsanwältin Romy Neugebauer auf gut 4,4 Millionen Euro.

Die Unglücksstelle bei Bad Lausick:

In seiner Urteilsbegründung sagte Richter Götz-Karsten Weimann, dem jungen Mann sei eine Unaufmerksamkeit passiert, die schwere Folgen gehabt habe. Für ihn entlastend sei, dass er sofort eingegriffen und geholfen habe. Außerdem habe er seine Schuld eingestanden. Der junge Mann, der sich bisher nichts hatte zuschulden kommen lassen, ist wegen des Unfalls in psychologischer Behandlung. Unter Tränen entschuldigte er sich für das entstandene Leid.

Ekkehard Schulreich/dpa

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