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Wurzen Verwaiste Häuser: Wurzens Citymanager hoffen auf neue Nutzer
Region Wurzen Verwaiste Häuser: Wurzens Citymanager hoffen auf neue Nutzer
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20:33 06.12.2018
Startpunkt der Tour mit den Wurzener Citymanagern ist das ehemalige Bankgebäude in der Bahnhofstraße, Ecke Beethovenstraße. Die leerstehende Gründerzeitimmobilie wurde 1902 errichtet. Quelle: Kai-Uwe Brandt
Wurzen

Am Ende lockt der Glühweinstand zur Wichtelweihnacht. Doch zuvor können sich die Teilnehmer eines Rundganges mit den Wurzener Citymanagern am Sonnabend auf den Blick hinter die Fassaden einiger interessanter Gebäude freuen. Etappen der Route per pedes sind Roman Grabolle zufolge leer stehende Wohn- und Gewerbeobjekte sowie Läden, die neue Nutzer suchen.

Alt- und Ostvorstadt sollen belebt werden

Der studierte Archäologe und Historiker gehört neben der Architektin Corinna Debus, Geografin Jana Fleischer und Wohnprojektberater Michael Stellmacher zum Quartett, das seit Anfang des Jahres im Auftrag der Stadtverwaltung und auf Honorarbasis die Entwicklungspotenziale verwaister Immobilien auslotet.

Der Rundgang verläuft in Wurzen auch durch die Ostvorstadt. Quelle: Andreas Röse

Ziel soll es sein, die Alt- und die Ostvorstadt zu beleben, Händler zu unterstützen und Hauseigentümer über Sanierungsschritte, aber ebenso über Fördermöglichkeiten zu beraten. Daher erfassten die Citymanager in den ersten Monaten ihres Wirkens zunächst den Leerstand und kartierten ihn. Darüber hinaus betrieben sie Nutzer-Akquise in fünf Werbeveranstaltungen selbst über die Stadtgrenzen hinaus und organisierten zwei Stippvisiten. Die dritte findet am Sonnabend statt.

Von der ehemaligen Bank zur Leuchten-Manufactur

„Startpunkt ist 13 Uhr an der Bahnhofstraße, Ecke Beethovenstraße, mit dem altehrwürdigen Bankgebäude“, berichtet Grabolle. 1903 bezog die Wurzener Bank das markante Gründerzeithaus, das der 1916 in Leipzig verstorbene Architekt Karl Poser entwarf. Von 1974 bis 1990 war es Sitz der „Staatsbank der DDR“ und mit der Währungsunion am 1. Juli 1990 bis August 1997 Filiale der Deutschen Bank.

Den Schlusspunkt des aktuellen Rundganges setzt die Leuchten-Manufactur in Wurzen. Quelle: Archiv

Weiter geht es danach über verschiedene Anlaufpunkte entlang der Innen- und Ostvorstadt. Die Exkursion mündet schließlich in der Leuchtenmanufaktur, Badergraben 16, „wo wir alle zum beschaulichen Ausklang und anschließenden Besuch der Wurzener Wichtelweihnacht auf dem Marktplatz einladen“, so Grabolle.

Stadträte verlängern Honorarvertrag

Er und seine drei Mitstreiter erhielten übrigens erst kürzlich erneut das Vertrauen der Stadträte im Technischen Ausschuss. Demnach votierten alle Mitglieder des parlamentarischen Ausschusses für eine Fortsetzung der Arbeit im Zeitraum von Januar bis Dezember 2019. Die Kosten der Honorartätigkeit in Höhe von 40.000 Euro werden durch die zwei Förderprogramme „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ und „Soziale Stadt“ sowie einem kommunalen Anteil von 13. 286 Euro gedeckt.

Aus Sicht der Verwaltung kommt dem Leerstand, insbesondere bei den Gewerbeflächen in der Innenstadt, eine zentrale Rolle der Stadtentwicklung zu. Und die Erfolge der Citymanager lassen sich bereits messen, wie Grabolle dem Ausschuss anhand von Beispielen schilderte. Allerdings will das Quartett im nächsten Jahr die Vorort-Sprechzeiten aufgrund der „geringen Resonanz“ minimieren. Statt jeden Dienstag pro Woche sind Grabolle und Partner nur noch einmal im Monat im Zimmer 58 des Stadthauses anzutreffen.

Kontakt zu den Citymanagern sowie Anmeldung für den Rundgang am 8. Dezember per E-Mail an citymanager@wurzen.de oder telefonisch 03425/85 60-148

Von Kai-Uwe Brandt

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