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Videokamera überwacht Erdmännchengehege

Videokamera überwacht Erdmännchengehege

Falkenhain/Dornreichenbach. Der Tiergehegeverein blickt nach vorn. Vom hinterhältigen Giftanschlag auf ihre Erdmännchen, dem Ende Juli die drolligen Besucherlieblinge zum Opfer fielen, ließ sich die Truppe um Enrico Ullmann nicht beirren.

. Zwei Neuzugänge sind bereits wieder in der ausbruchsicheren Anlage zu Hause.

„Wir haben von allen Seiten große Anteilnahme erfahren", erzählt Ullmann von Unverständnis und Abscheu über die feige Aktion, die viele seiner Gesprächspartner zum Ausdruck gebracht hätten. Doch bei dieser moralischen Unterstützung sei es nicht geblieben. So war es möglich, mit der großzügigen Hilfe von Sponsoren eine Videoüberwachungsanlage mit Infrarotlich anzuschaffen, die rund um die Uhr den Bereich an der Erdmännchenburg und weite Teile des Areals kontrolliert. Das Domizil für die afrikanischen Schleichkatzen wurde erst im vergangenen Jahr fertiggestellt. Nur drei Jahre hatte es gedauert, mit ehrenamtlichem Einsatz und viel Idealismus die Idee umzusetzen, als Besuchermagnet Erdmännchen zu halten.

Die Kosten für die teure Technik, die nun für Sicherheit sorgt, liegen „im hohen vierstelligen Bereich". Der Verein kann diese prompte finanzielle Unterstützung nicht hoch genug schätzen, denn inzwischen herrscht schon wieder Leben in der Anlage: Zwei Weibchen aus den Zoos in Halle und Cottbus haben sich bereits eingewöhnt. Ende Oktober wird weiterer Zuzug aus Leipzig erwartet. Viele Ausflügler und Spaziergänger honorieren das Engagement des 50 Mitglieder zählenden Vereins mit ihrem Besuch. Allein am Donnerstag waren 40 Jungen und Mädchen aus dem Kinder-Lehm-Haus Bahren bei der Fütterung der Tiere dabei, am Nachmittag besuchte eine Seniorengruppe das Tiergehege.

Das Regionalkommissariat Wurzen kommt indes keinen Schritt bei der Aufklärung des fiesen Anschlags weiter. Ohne das Gutachten, welches Gift der Täter benutzte, bleibt unklar, in welche Richtung ermittelt werden muss. Erschwerend, so die Polizei, komme hinzu, dass die Spurensicherung nicht möglich war, weil die toten Tier und Reste des fraglichen Fleisches bereits zur Untersuchung in die Uni-Klinik geschickt worden waren. Nach Auskunft des Vereinsvorsitzenden liegt den Dornreichenbachern die toxische Analyse mit detaillierteren Angaben noch nicht vor.

Ingrid Leps

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