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Wurzen Vize-Bürgermeister Klaus Zaspel legt Ämter nieder
Region Wurzen Vize-Bürgermeister Klaus Zaspel legt Ämter nieder
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05:00 11.08.2018
Im Rathaus Machern geht im Moment nicht viel: Die Bürgermeisterin ist krank, ihr Vize hat jetzt das Handtuch geworfen. Quelle: Simone Prenzel
Machern

Die Gemeinde Machern ist derzeit nahezu handlungsunfähig. Nachdem Bürgermeisterin Doreen Lieder (parteilos) seit Ende Mai erkrankt ist, hat ihr erster Stellvertreter jetzt das Handtuch geworfen. Klaus Zaspel (CDU), langjähriger Vize-Bürgermeister, erklärte seinen Rücktritt von allen Ehrenämtern. Zaspel war 24 Jahre lang Stellvertretender Ortschef in Machern, lange Zeit als zweiter Vize, seit der Kommunalwahl im Jahr 2014 als erster Stellvertreter.

Speditionsunternehmer mit Vertretung am Limit

Der Speditionsunternehmer musste seit über zwei Monaten die erkrankte Ortschefin vertreten und hatte bereits öffentlich bekannt, damit zeitlich auf Grund seiner unternehmerischen Tätigkeit überfordert zu sein. Nunmehr zog der Lübschützer die Reißleine und legte sein Gemeinderatsmandat nieder. Mit diesem Schritt, so wird vermutet, kam er auch einem Abwahlantrag zuvor, der von Vertretern mehrerer Fraktionen Anfang der Woche gegen ihn gestellt worden war.

CDU: Verständnis für die Entscheidung

„Wir haben Verständnis für die Entscheidung von Herrn Zaspel“, erklärte dazu CDU-Fraktionssprecherin Petra Puttkammer. „Frau Lieder wird bald ein viertel Jahr fehlen. Eine so lange Zeit zu überbrücken, kann ein ehrenamtlicher Stellvertreter nur sehr schwierig bewältigen.“ Insofern sei durch den Rücktritt von Herrn Zaspel auch ein gewisser Befreiungsschlag erfolgt. Derzeit liegt die Führung der Gemeinde in den Händen der zweiten Vize-Bürgermeisterin Jana Strehle (Wir sind Machern).

Viele Probleme

Viele Fragen wie fehlende Kita-Plätze oder die Kostenexplosion bei der Teichsanierung in Püchau würden auf eine Lösung drängen, mahnt Putkammer an. Auch die Verwaltung habe zahlreiche Probleme signalisiert, die derzeit nicht bearbeitet werden könnten. Um gegen den Stillstand anzugehen, der die Gemeinde immer weiter lähmt, haben Vertreter von CDU und Freier Wählergemeinschaft eine Sondersitzung beantragt. Nichtöffentlich soll es dabei am kommenden Montag um Personalfragen und das weitere Vorgehen nach dem Rücktritt Zaspels gehen. „Auch über die Bestellung eines Amtsverwesers müssen wir uns Gedanken machen“, deutet Puttkammer an.

Von Simone Prenzel

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