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Wurzen Volker-Engelhardt-Ausstellung in der Stadtgalerie
Region Wurzen Volker-Engelhardt-Ausstellung in der Stadtgalerie
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04:00 07.03.2011

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Oberbürgermeister Jörg Röglin erinnerte gestern vormittag zur Vernissage noch einmal an die heiße Diskussion, bevor für Bauarbeiten zur Erweiterung und zum Umzug der Kinderbibliothek aus dem Erdgeschoss in die erste Etage des alten Rathauses „100 000 Euro in die Hand genommen wurden". In diesem Disput ging es auch um die Zukunft der Galerie: Den Befürwortern des Status quo standen andere gegenüber, die sich für eine Variante in kleinerer Form im Ringelnatzhaus aussprachen. Die erstaunliche Besucherresonanz gestern wertete das Stadtoberhaupt als Akzeptanz des Ausstellungsangebotes in der beibehaltenen Form. Aus seiner Sicht ist die leicht zeitversetzte Schau zum 100. Geburtstag des Wurzener Malers und Grafikers mit Höfen, stillen Winkeln und Straßenzügen eine gute Einstimmung in die 1050-Jahr-Feier der Stadt.

Museumsleiterin Sabine Jung blickte noch einmal auf die Entstehung der Ausstellung zurück, die sich immer mehr zu einer logistischen Herausforderung gestaltet hatte. Lagen ihr zunächst 80 Arbeiten von Engelhardt vor, wuchs diese Auswahl innerhalb kurzer Zeit auf mehr als 200 Arbeiten an, nachdem die LVZ über das Projekt informiert hatte.

Auch vor Mitgliedern der Familie des Künstlers und mehr als 30 Leihgebern führte Jung in die Ausstellung ein, die von einem Katalog begleitet wird. Die Schau beleuchtet thematisch verschiedene Werkgruppen, Stadtansichten, Landschaften, Porträts, Körperstudien und Reiseeindrücke, die in der Galerie in Petersburger Hängung, benannt nach der Bilderpräsentation in der Eremitage, gezeigt werden.

„Er scheint im Malerwinkel glücklich geworden zu sein", resümierte Jung über das Leben des kleinwüchsigen Wurzeners, der bei seinem Tod im Jahre 1983 unspektakuläre Aquarelle und Zeichnungen hinterließ, die idyllische Wurzener Ecken und pittoreske Gassen bewahren, die verschwunden sind. Für die Museumsleiterin sind Engelhardts stille Arbeiten heute eine Einladung an die Galeriebesucher, „ihre Heimat neu zu entdecken".

Ingrid Leps

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