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Wurzen Vom Café an der alten Brücke zur Bootstour auf der Mulde starten
Region Wurzen Vom Café an der alten Brücke zur Bootstour auf der Mulde starten
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12:11 27.04.2016
Eine Bootsfahrt mit der „Sellnitz 2“ auf der Mulde bei Dehnitz/Wurzen. Quelle: Frank Schmidt
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Wurzen/Bennewitz

Mit dem Boot muldeabwärts nach Eilenburg und dann auf ein elektrisches Fahrrad umsteigen. Und vorher einen Kaffee an der alten Muldenbrücke bei Wurzen trinken. Klingt nach einer Vision, ist aber möglicherweise gar nicht mehr so fern, zeigt sich der Bennewitzer Bürgermeister Bernd Laqua (parteilos) überzeugt. Es wäre ein Baustein bei der Umsetzung von Ideen, die im Rahmen einer Machbarkeitsstudie zur Erhöhung der Erlebbarkeit der Mulde zutage gefördert werden sollen. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen Ende Juni vorliegen, sagt Ute Haunstein, Koordinatorin für Tourismus im Landratsamt des Landkreises Leipzig. Kostenpunkt: 50 000 Euro, die das Dresdner Innenministerium entsprechend der Richtlinie zur Förderung der Regionalentwicklung zur Verfügung stellt.

Bei der Machbarkeitsstudie, die die Firma Seecon Ingenieure GmbH im Auftrag der Landkreise Leipzig, Nordsachsen und Mittelsachsen erarbeitet, handelt es sich nach Angaben der Leipzig Tourismus-und-Marketing-GmbH (LTM), in der die Fäden in der Angelegenheit zusammenlaufen, um „ein wichtiges interkommunales Projekt in der Region Leipzig“. Daran sind insgesamt 17 Kommunen aus den drei Landkreises beteiligt. Im Landkreis Leipzig gehören neben Bennewitz auch Thallwitz, Wurzen, Machern, Grimma und Trebsen sowie Colditz dazu. Ziel der Untersuchung ist es nach Angaben von Tourismus-Koordinatorin Haunstein, Freizeitangebote wie Wandern, Radfahren und Wasserwandern zusammenzuführen. Dabei sollen die Potenziale der Flusslandschaft in einem drei Kilometer langen Korridor rechts und links der Mulde untersucht werden. Dazu gehöre etwa die Vernetzung von Wegeverbindungen für Radfahrer. Am Ende soll ein Maßnahmeplan vorliegen, anhand dessen die Anrainergemeinden konkrete Projekte umsetzen können.

Der Wurzener Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) verweist auf bereits vorhandene touristische Angebote wie Einsetzpunkte für Boote. Außerdem gebe es in Wurzen bereits Anbieter für Wasserboote. Um deren Einsatzmöglichkeiten zu vergrößern, müsse es auch Klarheit über den möglichen Rückbau von Muldewehren geben.

Röglins Bennewitzer Amtskollege Laqua sieht seine Gemeinde in einer besonders günstigen Position für die Entwicklung des Nahtourismus. Bennewitz liege nicht nur an der S-Bahn-Strecke Leipzig – Wurzen sowie mit am Schnittpunkt zweier Bundesstraßen. Auch in Bennewitz gibt es bereits einen Kanu- und Bootsverleih. Laqua schwebt die Erlebbarkeit der Mulde mit Elektrofahrrädern vor – Richtung Eilenburg, um dann bei Thallwitz in die Hohburger Schweiz abzubiegen oder auch in südlicher Richtung zur sogenannten Loreley, einem Felsen bei Bahren, um von dort aus vielleicht das Herrenhaus Kössern als Ziel anzusteuern. „Wir treiben das alles sehr schnell voran“, sagt der Bennewitzer Gemeindechef. Was auch für das Café an der Mulde gilt. Es könnte im nächsten oder im übernächsten Jahr öffnen.

Von Nikos Natsidis

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