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Von Böhlitz bis Geithain: Freibäder erleben ihren ersten Ansturm

Saisonstart nach Maß Von Böhlitz bis Geithain: Freibäder erleben ihren ersten Ansturm

Der Mai hat in diesem Jahr seine Sommerqualitäten unter Beweis gestellt. Den Freibädern im Landkreis bescherte das erste heiße Wochenende einen sensationellen Saisonstart.

Im Regiser Freibad tummeln sich die Wasserratten: (v.l.) Charlotte, Richard, Luca, Domenic, Nils und Emma beim Fallrückzieher.

Quelle: Jens Paul Taubert

Landkreis Leipzig. Einen Saisonstart nach Maß haben die Freibäder der Region hingelegt. Von Böhlitz bis Geithain zog es am ersten heißen Wochenende Hunderte in die Becken. „Der Mai zeigt sich sonst ja immer recht verhalten“, meinte Veronika Langefeld, Schwimmmeisterin im Muldentalbad Kleinbothen. „In diesem Jahr aber strömten die Massen bereits in die Becken“, freut sich die Fachangestellte für Bäderbetrieb. Am vergangenen Samstag wurden in Kleinbothen 270 Gäste, am Sonntag sogar 450 gezählt. Die vom Versorger Oewa betriebene Freizeitanlage öffnete Mitte Mai ihre Pforten. „Seitdem konnten wir schon 980 Besucher zählen“, so Tina Stroisch, Pressesprecherin der Oewa. Auch im Geithainer Freibad, das ebenfalls von dem Unternehmen betrieben wird, herrschte bereits Hochbetrieb. „Obwohl das Bad erst seit 25. Mai geöffnet hat, konnten bereits 480 Badegäste gezählt werden.“ Der Spitzentag sei der vergangene Sonntag mit knapp über 300 Wasserratten gewesen. „Drücken wir die Daumen, dass Petrus weiter so mitspielt“, meinte Stroisch. Auch für das Ablegen diverser Schwimmkurse gibt es schon etliche Anwärter. In Geithain liegen 30 Anmeldungen – unter anderem für das Seepferdchen-Abzeichen – vor.

Auch im Regiser Freibad, das als einziges im Landkreis von einem Verein betrieben wird, herrschte Andrang. „Der Samstag war mit 200 Gästen schon ordentlich und wurde vom Sonntag noch einmal mit 350 Besuchern getoppt“, verriet die Frau am Kassenhäuschen. Auch Siegfried Mager vom Imbiss kann sich über den perfekten Saisonauftakt nicht beschweren. „Bei uns waren Pommes und Roster fast ausverkauft.“ Das Bad öffnet täglich 14 Uhr. „Sonntags und in den Ferien sind wir natürlich eher auf Besucher eingestellt.“

Auch am heißen Montag strömten nach Schul- und Arbeitsschluss Hunderte Wasserratten in das Naunhofer Waldbad

Auch am heißen Montag strömten nach Schul- und Arbeitsschluss Hunderte Wasserratten in das Naunhofer Waldbad. Darunter auch Mario und Bianca Haseloff mit Tochter Emmelim aus Großpösna.

Quelle: Thomas Kube

Im Naunhofer Waldbad betrug die Wohlfühltemperatur in den Becken um die 23 Grad. Über tausend Besucher bescherten dem Bade-Paradies an der Parthe seinen ersten Saison-Rekord. Eine Fachangestellte für Bäderbetrieb und eine Rettungsschwimmerin der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) kümmern sich um die Sicherheit der Badegäste. Geöffnet ist ab 1. Juni täglich von 10 bis 20 Uhr, im Juli sogar bis 21 Uhr.

Vortrefflich ist auch das Freibad Böhlitz in den 2017er Sommer gestartet. Die Hitze lockte am Sonntag 380 Besucher in die Becken. „Samstag waren es auch schon knapp 100“, berichtet Schwimmmeister Klaus Vogel. Die Anlage im äußersten Nordzipfel des Kreises gilt als Geheimtipp. „Wenn es andernorts eng wird, haben wir auf unserer gepflegten Liegewiese meist immer noch ein schattiges Plätzchen“, so der Wächter über Baderegeln und Freizeitspaß. Auch Sprungturm und Rutsche sorgen in Böhlitz für Zeitvertreib, rührt der Verantwortliche die Werbetrommel. „Zu uns kommen auch Besucher aus Delitzsch, Bad Düben oder Torgau. Selbst Leipziger machen sich auf den Weg, weil sie die Abgeschiedenheit schätzen.“ Geöffnet ist das Böhlitzer Bad täglich von 10 bis 18, bei schönem Wetter auch bis 20 Uhr.

Flexibel sein – das ist auch das Motto von Ralf Welz, Betreiber des Colditzer Waldbades. „Wenn die Sonne mal nicht so scheint, ist trotzdem genug zu tun“, meint der Chef über die gepflegte Anlage mit Riesenwasserrutsche, einem 25-Meter Schwimmbecken, Spaßbecken mit Strömungskanal, Wasserpilz und Planschdomizil. „Den Fachkräftemangel, den es auch unter Schwimmmeistern gibt, gleiche ich durch persönlichen Einsatz aus“, meint der erfahrene Bademeister. Wenigstens sei es ihm in dieser Saison gelungen, für die anfallenden Handgriffe noch einen Hausmeister zu engagieren. „Das hilft schon.“ Das erste Wochenende der Saison ließ die Kassen jedenfalls schon mal klingeln. 550 Besucher wurden an beiden Tagen gezählt. „Rund 1000 sind in etwa die Schmerzgrenze, ab der man am Beckenrand Patrouille laufen muss. Aber wegschicken würden wir selbst bei so einem Andrang niemanden.“ Wie wetterabhängig das Geschäft ist, bekam Ralf Welz erst zum Wochenstart bereits wieder zu spüren. „Es fängt gerade an zu gewittern. Da werden wir uns erstmal andere Arbeiten suchen.“

Dass die Deutschen auf dem Weg sind, ein Volk von Nichtschwimmern zu werden, war zumindest auch im Freibad Neukieritzsch in den letzten Tagen nicht zu beobachten. „Normalerweise lässt sich der Sommer ja etwas mehr Zeit“, meint Bademeister Mirko Bruschke. Bei Wassertemperaturen bis zu 25 Grad erlebte aber auch die Anlage in Nachbarschaft der modernen Parkarena ihren ersten Ansturm. „Samstag waren es an die 200, am Sonntag 240 Gäste.“ Selbst der Montag sei mit 160 Wasserratten für Ende Mai sehr ordentlich gewesen. Nach der Vergabe an einen privaten Betreiber, die Firma Konform aus Böhlen, dürfen sich die Neukieritzscher auch wieder über ausgedehntere Öffnungszeiten freuen. „Viele glauben, wir haben vormittags noch zu. Aber das ist nicht der Fall.“ Täglich ab 10 Uhr ist in Neukieritzsch für Badespaß garantiert. „Und ganz Hartgesottene“, weiß Bruschke aus Erfahrung, „lassen sich auch von kühleren Temperaturen nicht abschrecken.“

Von Simone Prenzel

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