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Wurzen Von alten Maschinen und neuen Pfarrern
Region Wurzen Von alten Maschinen und neuen Pfarrern
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18:22 23.09.2009
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. Mit Bach, Acker, Festwiese auf dem Sportplatz und natürlich den Talenten der Einwohner nutzen die Nemter seit Jahren für ihr Programm eigenes Potenzial und scheinen damit den Nerv des Publikums zu treffen.

Nemt, das Dorf am Rande der Stadt, setzt auf seine dörflichen Traditionen. Nicht nur das Fest im Allgemeinen, ist damit gemeint. Vielmehr sind es die Höhepunkte im Programm, mit denen die Akteure heimische Bräuche bewahren – wenn auch modern verpackt.

So zielte der Wettbewerb, in dem Hobby-Traktoristen um den Großen Preis des Nemter Landguts kämpften, durchaus dazu, bei jüngeren Generationen die Liebe zur landwirtschaftlichen Technik zu bewahren oder zu wecken. Letzteres scheint auf bestem Wege zu sein. Denn nach der Premiere im vergangenen Jahr stellten sich diesmal mit 19 Akteuren fast die doppelte Zahl Teilnehmer ein. Ihre Aufgabe war es, im Parcours zu beweisen, dass sie diese Maschinen nicht nur gerade aus fahren können. Es musste unter anderem behutsam durch Bodenunebenheiten gewippt werden, damit nicht zu viel Wasser aus dem Eimer schwappt, der auf dem Hänger postiert war. Selbst rückwärts einparken sollte mit diesem Gespann klappen. Am Ende landete Gerd Richter aus Fremdiswalde auf dem Silberrang, eingerahmt vom Sieger Enrico Thiel und Karl-Heinz Thiel auf Rang drei – beide aus Nemt. Zum schönsten Gefährt kürten die Gäste den Dutra D4K von Arnd Weidner aus Fremdiswalde. Der GT 124 von Harald Hempel und der Lanz von Robert Keilhauer teilten sich den zweiten Platz.

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Um Aussehen und Praxistauglichkeit ging es auch beim Floßwettbewerb, bei dem Kinder eingeladen sind, den Mühlbach zu entdecken, der sich durch den Ort schlängelt. In den Haushalten war im Vorfeld gebastelt worden. Und unter den Betrachtern herrschte Einigkeit: Jahr für Jahr können ausgefeiltere Modelle gezeigt werden. Das schönste Floß hatte in diesem Jahr Soja Sack mitgebracht. Die Schnellen des Mühlbachs meisterte indes das Floß von Sophie Naumann besser als die Gefährte der anderen rund zehn Teilnehmer.

Pause hatte die Stoppuhr bei zwei anderen Höhepunkten im Festprogramm. Mit Chormusik wurde auf eine weitere Tradition aufmerksam gemacht. Der Männerchor des Ortes setzte gemeinsam mit den Sängern aus Burkartshain und Dornreichenbach besondere Akzente im Festzelt. Wer schon da war, blieb und rutschte für zusätzliche Gäste noch ein Stück zur Seite, als das erste Nemter Bauerntheater seine mittlerweile siebte Geschichte auf die Bühne brachte. Ein neuer Pfarrer, der den Alkohol gar nicht mochte, rückte im Stück „Die Liebestöter“ in den Mittepunkt des Geschehens. Doch wie im wirklichen Leben fanden die Nemter immer wieder Gelegenheit, ein Gläschen zu genießen und Widrigkeiten des Alltags mit Humor und der Kraft der Gemeinschaft zu meistern.

Conny Hanspach

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