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Wurzen Von alten Rittersleut’ und Sauerkraut
Region Wurzen Von alten Rittersleut’ und Sauerkraut
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08:55 17.09.2009
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. Später klatschte das Publikum zu „Bob, der Baumeister“. Die Gäste schmunzelten, als einer der Geharnischten die Finger von Emanuela lassen sollte und bogen sich vor Lachen, als die drei weißen Tauben dran glauben mussten.

Das Stück, in dem die Burkartshainer Karnevalisten die 725-jährige Geschichte des Dorfes auf die Bühne brachten, begeisterte. Historische Episoden, von der Gründung des Rittergutes bis hin zu aktuellen Vereinen, wurden in kurzen Sequenzen dargestellt. Statt Rollentexten gab es meist passende Musik. Und gerade diese Auswahl sorgte für die humorvolle Seite des Programms.

Ansonsten, das betonte Ellen Tauchnitz, Ortsvorsteherin und Präsidentin des Carnevalsvereins, seien die genannten Daten nicht erdacht, sondern der Ortschronik entnommen. Darin waren selbst Morde verbrieft, die sich in Burkartshain und dem Ortsteil Mühlbach ereignet hatten. Hier wurde ein Mitglied er Rittergutsfamilie Opfer der Schweden. Dort erschlug ein Einwohner einen Skatbruder. Tosender Applaus belohnte die Darsteller für ihren Auftritt und die bedankten sich bei Manja Mundry, die geschichtliche Fakten und klingendes Beiwerk zu einem sehenswerten Ganzen bündelte. Lob aus aller Munde gab es zudem für das von den Burkartshainern gestaltete Freilichtmuseum. Ein Besuch hier glich einem Ausflug in vergangene Zeiten. Da wurden Hemden auf dem Waschbrett geschrubbt, gewährte der Gesangsverein Einblick in historische Noten. Walter Polster, Schmiedemeister aus dem Ort, bearbeitete Eisen und Dreschflegel, die im Takt auf die Getreidegarben nieder gingen. Vereine, Unternehmen und engagierte Einwohner aus Burkartshain und Ortsteilen waren aktiv und kamen mit den Besuchern schnell ins Gespräch. Klaus Schumann zum Beispiel stampfte vor aller Augen Sauerkraut in einem Steintopf. „Nicht nur fürs Museum. Das machen wir jedes Jahr wirklich“, verriet er.

Die Organisatoren hatten auch die Interessen der jüngsten Besucher im Blick. Für sie speziell fand auf dem Spielplatz ein mittelalterliches Ritterfest statt. Wer Lust hatte, konnte zudem mit Neli Böhme töpfern. Die Feierlichkeiten anlässlich der Ersterwähnung Burkartshains vor 725 Jahren sind mit dem Wochenende noch nicht abgeschlossen: Am 20. September, spielt Matthias Eisenberg ab 16.30 Uhr in der Burkartshainer Kirche.

Conny Hanspach

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