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Von jüdischen Liedern bis hin zuneuen Welten im Geografieunterricht

Von jüdischen Liedern bis hin zuneuen Welten im Geografieunterricht

Es waren für die Besucher des Tages der Präsentation ungewohnte Melodien, die sie am Sonnabendvormittag im Foyer des Wurzener Lichtwergymnasiums hörten. Jüdische Lieder, mit deren Vortrag die Schülerinnen und Schülern der siebten Klassen ein seit rund einem Jahr laufendes Projekt zum Abschluss brachten.

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Anschauliche Geschichte: Jonas und Lilly vor dem historischen Modell der Stadt Wurzen im Geschichtskabinett.

Quelle: Roger Dietze

Wurzen. Ein Projekt, in welchem sie sich fächerübergreifend entlang der Leipziger Notenspur und getragen von der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" mit jüdischem Leben im Allgemeinen und dem Wirken eines Kantors sowie zweier Chorleiter der jüdischen Gemeinde in Leipzig im Besonderen beschäftigt hatten. "Die Jugendlichen waren sehr aufmerksam, begeisterungsfähig und wissbegierig, wobei ihr besonderes Interesse der Zeit des Nationalsozialismus und der Judenverfolgung galt", fasst Notenspur-Mitarbeiterin Uta Börner das Vorhaben zusammen.

Davon, dass auch die Lichtwergymnasiasten des künstlerischen Profils mit großer Begeisterung bei der Sache sind, konnten sich die Besucher des Präsentationstages in der Aula der Bildungsstätte an der Lüptitzer Straße ein Bild machen, in der sich die einzelnen Gruppen vorstellten. Wobei sie nicht unerwähnt ließen, dass unter der Woche in der Städtischen Galerie die vierte Ausstellung mit Arbeiten der Elft- und Zwölftklässler eröffnet wurde. Apropos eröffnet: Neue Welten eröffnet werden den künftigen Fünftklässlern am Lichtwergymnasium ab August im Geografieunterricht, in dem sie es unter anderem mit Petra Neustadt zu tun haben. "Im Allgemeinen kommen die neuen Fünftklässler erwartungsvoll in den Geografieunterricht, von der Grundschule her und im Ergebnis von Reisen mit der Familie ist in den meisten Fällen auch schon ein gutes Allgemeinwissen vorhanden", so die Mathematik- und Geografielehrerin, der zufolge sich der moderne Geografieunterricht nicht im Erklären der Welt erschöpfe. "Vielmehr nutzen wir den Unterricht für die Erziehung zur Toleranz", so Neustadt, die als Beispiel dafür die Aktion "Mein Tag für Afrika" nannte, bei dem die Gymnasiasten dieses Jahr zum mittlerweile sechsten Mal für den auf dem schwarzen Kontinent engagierten Verein "Aktion Tagwerk" Geld verdienen werden.

Für die neuen Fünftklässler, die am Sonnabend gemeinsam mit ihren Eltern die Gelegenheit hatten, einen Blick auch in die übrigen Fachkabinette sowie in den Schulklub und die Sporthalle zu werfen, wird es ab Spätsommer zunächst erst einmal darum gehen, den Übergang von der in aller Regel überschaubaren Grundschule zum mehrere Hundert Schüler beherbergenden Gymnasium zu meistern. Schulleiter Norbert Gamnitzer rät in diesem Zusammenhang den Eltern, ihre Erwartungshaltung zu mäßigen. "Damit üben sie nur zusätzlich Druck auf ihre Kinder aus, weshalb es ratsamer ist, diese ein stückweit loszulassen und auf ihr Bauchgefühl zur vertrauen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.01.2015
Roger Dietze

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