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Waidmänner wollen nach Wildunfällen schneller informiert werden

Kreisjagdverbandes Muldental Waidmänner wollen nach Wildunfällen schneller informiert werden

Die Jäger im Muldental wünschen sich verkürzte Informationswege, wenn sie zur Tötung von Unfallwild gerufen werden. Das Thema spielte jetzt auch eine Rolle bei der Mitgliederversammlung des Kreisjagdverbandes (KJV) Muldentalkreis in Thallwitz.

Die Informationswege bei Wildunfällen sind nicht ideal, beklagt der Jäger-Kreisverband im Muldental.
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Thallwitz.  
 

So seien Änderungen im Jagdrecht, die etwa den Abschuss von Füchsen oder Waschbären vorsehen und die in anderen Bundesländern bereits geplant sind, im Endeffekt schlecht für die Entwicklung anderer Tierarten, etwa Rebhühner und Fasane. KJV-Sprecherin Mucke betont deshalb, dass entsprechende Veränderungen des Jagdrechts in Sachsen keineswegs erfolgen sollten. Dass es in derartigen Fällen wichtig ist, dass die Jäger einig auftreten, hatte auch Hartwig Fischer, als Präsident des Deutschen Jagdverbandes der Vertreter von etwa 220 000 organisierten Jägern in der Bundesrepublik, deutlich gemacht. Es gehe darum, mit einer Stimme zu sprechen, wenn die Forderungen der Waidmänner in Politik und Gesellschaft ein offenes Ohr finden sollen.

Kritik kommt von den Jägern im Muldental an der Informationsgebung nach Wildunfällen. Wenn dabei Wildtiere verletzt werden, sind die Jäger des jeweiligen Jagdbezirks dafür zuständig, die angefahrenen Tiere zu erlösen, wie es waidmännisch korrekt heißt. „Das war früher einfach“, so Jägerin Mucke. Seinerzeit konnte die Polizei die zuständigen Jäger direkt vom Unfallort aus in Marsch setzen, um den verendenden Kreaturen den Gnadenschuss zu geben. „Jetzt läuft das über die Rettungsleitstelle“, sagt Yvonne Mucke. Mit unschönen Folgen. Es dauere oftmals, bis auf diesem Weg ein Jäger erreicht werde. Nach einem Wildunfall bisweilen bis zum nächsten Morgen, was spätestens dann mit dem Ethos eines ehrbaren Jägers nur schwer zu vereinbaren ist, wenn das Tier noch stundenlang leiden muss. Im übrigen weist die KJV-Sprecherin auch auf das Tierschutzgesetz hin, demzufolge Jäger nach Wildunfällen verpflichtet seien, sofort zu handeln.

Die Jäger im Muldental wehren sich auch gegen mögliche Änderungen des geltenden Waffenrechts vor dem Hintergrund der gestiegenen Terrorgefahr. „Wir sind legale Waffenbesitzer“, betont Sprecherin Mucke. Die Statistik sage aber aus, dass lediglich bei drei Prozent aller Überfälle legale Waffen zum Einsatz kommen.

Bei der Finanzierung von Wildwarnreflektoren, wie sie etwa seit Juni letzten Jahres bei Meltewitz östlich von Wurzen angebracht sind, sieht der KJV Muldentalkreis ebenfalls Probleme. Deren Anschaffung erfolge auf Kosten des aktuellen Jagdpächters, sagt Yvonne Mucke. Weil dessen Pachtzeit aber endlich sei, profitiere ein potenzieller Nachfolger von der Investition. Darüber soll es deshalb ein Gespräch mit dem Landratsamt geben.

Von den 270 Mitgliedern des Muldentaler KJV sind der überwiegende Teil Männer. „Wir haben nur 13 Frauen“, so die KJV-Sprecherin. Der Altersdurchschnitt der Jäger zwischen Thallwitz und Trebsen liege bei knapp 60 Jahren. Warum? „Junge Leute haben vielleicht aus beruflichen Gründen weniger Zeit.“ Die Muße zur Jagd stelle sich wohl erst später ein.

Von Nikos Natsidis

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