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Wurzen Waldpolenz: Durchbruch gelungen
Region Wurzen Waldpolenz: Durchbruch gelungen
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15:01 19.05.2015
Anbindung fürs Gewerbegebiet: Über den Rollweg des einstigen Flugplatzes soll ein Großteil der neuen Erschließungsstraße in Waldpolenz führen. Quelle: Silke MittmannGoogle Earth

Der Abwasserzweckverband Parthe bekommt eine Förderung von 296 000 Euro für die abwasserseitige Erschließung der einstigen Militärbrache.

Seit mehreren Jahren hatte sich Brandis vergeblich um einen Zuschuss für die Flugplatz-Straße bemüht. Eigentlich galt das Vorhaben schon als gescheitert. Die Kommune hatte sich fast damit abgefunden, den Spaß aus eigener Tasche zu bezahlen.

Nun hat es Brandis zur großen Erleichterung von Bürgermeister Arno Jesse (SPD) aber doch schwarz auf weiß: Die Landesdirektion bewilligt insgesamt mehr als 1,3 Millionen Euro für die weitere Entwicklung des Geländes.

"Die Zuwendungsbescheide für die verkehrs- sowie abwasserseitige Erschließung des Gewerbegebiets Waldpolenz wurden an die Stadt Brandis und den Abwasserzweckverband Parthe übergeben", informierte Jana Klein, Sprecherin der Landesdirektion.

"Wir sind als Stadt überaus erfreut, dass nach jahrelangen Bemühungen meines Amtsvorgängers Andreas Dietze und meinen intensiven Gesprächen mit den Verantwortlichen der Landesdirektion und des AZV für unser Vorhaben zur verkehrlichen Anbindung des Gewerbegebietes Waldpolenz die Weichen jetzt neu gestellt sind", erklärte Jesse auf LVZ-Anfrage. "Es hat sich also gelohnt, dass wir nach meinem Amtsantritt einen neuen Anlauf genommen haben und sehr intensiv in die Gespräche und Verhandlungen gegangen sind, um die Situation neu zu eruieren", sagte das Stadtoberhaupt. "Mit der großen Unterstützung der Landesdirektion ist nun dieser große Durchbruch gelungen."

Gefördert wird das Vorhaben aus dem Programm der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur. Die Stadt Brandis erhält laut Landesdirektion eine Förderung von 75 Prozent, der AZV von 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Insgesamt wird für den Ausbau der Flugplatzstraße mit 1 413 000 Euro gerechnet, die Abwasser-Erschließung wird mit einer knappen halben Million veranschlagt.

"Der Gewerbestandort", heißt es in der Mitteilung der Landesdirektion, "ist momentan ausschließlich über die Stadt Brandis zu erreichen. Im Rahmen der Maßnahme wird die direkte Anbindung des Gewerbegebietes an das überregionale Straßennetz - über die S 45 zur Autobahn 14/Anschlussstelle Klinga in circa fünf Kilometer Entfernung - sichergestellt." An der sogenannten Russenkurve entsteht ein Kreisverkehr, ausgebaut wird außerdem der sogenannte Muldentalring, die Adlerallee sowie eine Planstraße im Gewerbegebiet. Die Trasse nutzt den noch vorhandenen Rollweg, über den früher russische Militärflieger zum Start gelangten. "Durch die Förderung sind wir jetzt auch in der Lage, in diesem Bereich einen grundhaften Ausbau vorzunehmen", hob Jesse hervor. Zuletzt hatte man mit einer Sparvariante geplant, die nur Ausbesserungen der vorhandenen Betonplatten vorsah. Diese abgespeckte Version ist nunmehr vom Tisch. Auch ein einseitiger Rad-/Gehweg wird entlang der Erschließungsstraße entstehen. Er führt von der Russenkurve aus über den Flugplatz bis zur alten Wache und erreicht dort die verlängerte Waldstraße. "Das Umfeld des alten Militärflugplatzes", betonte Jesse, "kann nun nachhaltig weiterentwickelt werden." Brandis werde die Arbeiten zügig ausschreiben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.12.2013
Simone Prenzel

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