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Wurzen Wasser und Wind: Mühlen im Wurzener Land
Region Wurzen Wasser und Wind: Mühlen im Wurzener Land
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00:37 18.09.2015
Sie prägen das Wurzener Land: Wind-, aber auch Wassermühlen. Der Freundeskreis Museum rückt jetzt die reiche Geschichte des Müllerhandwerks in den Fokus. Quelle: privat
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Zehn Jahre später ging unterhalb von Schmölen am westlichen Ufer des Flusses die Neumühle in Betrieb. Heute zeugen die zwei gewaltigen Bauten der ehemaligen Krietschwerke mit ihren 65 und 67 Meter hohen Türmen von der einst reichen Mühlengeschichte des Wurzener Landes.

All das und noch vieles mehr gibt es am Wochenende im Hof des Kulturhauses Schweizergarten zu erfahren. Hier läuten der Freundeskreis Museum Wurzen und der Kulturbetrieb die Sommersaison aus und laden zu zwei unterhaltsamen Nachmittagen ein. Die Veranstaltung, erläuterte Annette Grundmann vom Freundeskreis, stehe ganz im Zeichen des alten Handwerks. "Das Bild romantischer Mühlen ist prägend in der Landschaft, doch viele Mühlenstandorte sind auch verschwunden. Der Beruf des Müllers hat sich seither verändert."

Los geht es am Sonnabend ab 14 Uhr mit einem Erlebnistag für Kinder. Die kleinen Gäste dürfen sich dann auf Spiel, Spaß und Basteleien freuen - beim Getreidemahlen mit Reibestein oder Fladen backen, so Grundmann. Aber ebenso sei Mitmachen gefragt, wenn Liedermacher Jürgen Denkewitz seine Liederkiste auspackt.

Tags darauf - am Sonntag ab 15 Uhr - vermittelt der Freundeskreis mit seinen Kooperationspartnern jede Menge Wissenswertes und Unterhaltsames zur Mühlenindustrie. Unter anderem in einer Fotoausstellung mit Bildern aus dem Archiv des Wurzener Geschichts- und Altstadtvereins, die historische Aufnahmen der Krietschwerke zeigen. Die beiden gewaltigen Mühlengebäude von 110 Metern Länge und 24 Metern Breite entstanden 1918 bis 1920 (Weizenmühle) sowie 1924/1925 (Roggenmühle). "Auf der Bühne treten außerdem die Darsteller des Vereins TheaterMacher(n) in Aktion", und auf Quizgewinner warten "Wurzener" Preise, verrät Grundmann weitere Details. Die Sängerinnen und Sänger der Capella Sancti Wenceslai runden schließlich den Nachmittag mit Mühlen- und anderen Volksliedern ab. "Selbstverständlich bieten wir Kaffee und Kuchen an, außerdem Bücher und natürlich frisches Brot aus dem Holzbackofen." Der Eintritt ist frei.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.09.2015

Kai-Uwe Brandt

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