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Wurzen Wasserwerke Leipzig stellen Anzeige gegen Unbekannt – Zeugen gesucht
Region Wurzen Wasserwerke Leipzig stellen Anzeige gegen Unbekannt – Zeugen gesucht
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10:34 21.10.2015
15 Kubikmeter Dachpappe sind am Apfelweg zwischen Wasewitz und Lossa entsorgt worden – mitten im Trinkwasserschutzgebiet. Quelle: Gemeinde Thallwitz
Thallwitz

Die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL), die mit zwei ihrer vier Großwasserwerke in Canitz und Thallwitz 645.000 Menschen in Leipzig und der Region täglich mit frischem Trinkwasser versorgen, haben eine illegale Entsorgung von giftigem Müll im Trinkwasserschutzgebiet zwischen Canitz-Wasewitz und Lossa zur Anzeige gebracht. Nach Angaben der Polizeidirektion Leipzig wurden am Apfelweg etwa 20 Tonnen (15 Kubikmeter) Dachpappe mit Teeranhaftungen an den Straßenrand geschüttet. Die angrenzenden Felder links- und rechtsseitig des Weges sind in die Trinkwasserschutzzone 3 eingebunden. Aus diesem Gebiet werde Grundwasser zur Trinkwassergewinnung entnommen.

15 Kubikmeter Dachpappe sind am Apfelweg zwischen Wasewitz und Lossa entsorgt worden – mitten im Trinkwasserschutzgebiet.

Illegale Entsorgungen in diesen geschützten Bereichen bringen die KWL grundsätzlich in Wallung. "Die sensiblen Grundwasservorräte im Einzugsgebiet der Wasserwerke können durch derart Verschmutzungen nachhaltig gefährdet werden", argumentiert Pressesprecherin Katja Gläß, dass es sich bei solchen Taten um keinen Kavaliersdelikt mehr handele. Auch weil es nicht das erste Mal sei, dass in der Schutzzone illegal Müll entsorgt wurde. "Es wurden schon Hausrat, Bauschutt und anderer Unrat abgekippt. Wenn – wie im aktuellen Fall – giftige Stoffe in die Natur verbracht werden, hört der Spaß auf", so Gläß. Die KWL weisen darauf hin, dass das Ablagern von Müll, Pflanzenabfällen, Bauschutt oder gar Gefahrstoffen schon aus Interesse an einer gesunden und ansehnlichen Umwelt unterbleiben muss.

Der konkrete Fall habe zwar keine Auswirkungen auf die Qualität des Trinkwassers. Aber, so Gläß: "Eine Gefährdung des Grundwassers, wenngleich in geringer Form, ist nicht auszuschließen."

Die KWL haben den Vorfall sowohl polizeilich als auch bei der zuständigen unteren Abfallbehörde des Landratsamtes Leipzig zur Anzeige gegen Unbekannt gebracht. Polizeisprecherin Katharina Geyer: "Die Anzeige stammt vom 14. Oktober. Derzeit gibt es keine Hinweise auf einen Täter. Die Dachpappe muss jedoch mit einem großen Fahrzeug, vermutlich einem Kipplaster, transportiert worden sein. Die Kosten für die Entsorgung des Mülls werden auf etwa 1000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen nach der Herkunft der Dachpappe und den Tätern laufen." Der Wirtschaftsweg ist öffentlich befahrbar und wird auch als Abkürzung zwischen Lossa und der Verbindungsstraße Nischwitz/Thallwitz genutzt.

Zeugen, denen in der Nacht vom 13. zum 14. Oktober im Bereich der Verbindungsstraße ein Transportfahrzeug aufgefallen ist, der in Verbindung mit der Tat gebracht werden kann, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Grimma Telefon 03437/70 89 25 100 zu melden.

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