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Wurzen Wasserwerke messen Fließwerte in Borsdorf
Region Wurzen Wasserwerke messen Fließwerte in Borsdorf
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00:21 11.10.2018
Klares Wasser fließt aus dem Hahn. Quelle: Andre Kempner
Borsdorf

 Ob zum Reinigen von Nahrungsmitteln, zum Händewaschen oder einfach nur zum Trinken. Fließendes Wasser ist in jedem Haushalt ein wichtiger Bestandteil des Alltags. Umso größer ist die Sorge um seine Qualität und Sauberkeit. So mancher Borsdorfer wird sich folglich erschrecken, wenn er in dieser Woche den Hahn aufdreht und ihm braunes Wasser entgegen kommt. Die Färbung ist jedoch unbedenklich. Vom 11. bis zum 22. Oktober führen die Leipziger Wasserwerke in Borsdorf und Umgebung Messungen am Trinkwassernetz durch.

Leitungen verkrusten im Laufe ihres Lebens

Dabei wird etwa über Hydranten Wasser aus dem Netzt entnommen, um so die einzelnen Fließwerte zu ermitteln. „Im Grunde überprüfen wir, wie das Wasser wo ankommt“, erklärt Marc Backhaus von den Wasserwerken. Dabei sollen sowohl der Wasserdruck, als auch die Fließgeschwindigkeit und die Qualität des Wassers und der Leitungen ermittelt werden. Im Laufe ihres Lebens verwittern und verkrusten einige Arten von Leitungen, wodurch sie weniger durchlässig werden. Alte Stahl- oder Graugussrohre, wie sie auch im Borsdorfer Wassernetz noch vorhanden sind, sind davon besonders betroffen. Durch die Veränderung des Wasserdrucks während der Arbeiten, können sich nun Ablagerungen, oft Mineralien, lösen, die dann möglicherweise das Leitungswasser trüben oder verfärben.

Braunes Wasser gesundheitlich unbedenklich

Gesundheitlich sei das unbedenklich, sagt Marc Backhaus. Trinken würde er das braune Wasser trotzdem nicht unbedingt. Außerdem könne es die Wäsche verfärben. Die Wasserwerke empfehlen deshalb in den Ortsteilen Panitzsch und Zweenfurth sowie im Zentrum und in Leipzig-Althen vor dem Wäschewaschen zu überprüfen, ob das Wasser klar fließt. „In den Leitungen der Häuser steht das Wasser erst mal. Deshalb lässt man es am besten ein paar Sekunden laufen, um zu gucken, ob sich etwas an der Qualität ändert“, rät Marc Backhaus. Wo und wie lange Braunfärbungen auftreten, sei nicht genau vorherzusehen und könne sich von Haushalt zu Haushalt unterscheiden. Betroffen sei allerdings nur der unmittelbare Zeitraum der Arbeiten, Montag bis Freitag von 7 bis 16 Uhr. Währenddessen könne es außerdem zu Druckschwankungen kommen.

Die Arbeiten sind auch für das Löschwasser und so auch die Sicherheit in der Gemeinde relevant. So ist etwa die Freiwillige Feuerwehr im Einsatz auf die Leistungsfähigkeit der Hydranten angewiesen. Damit die gewährleistet wird, hat die Gemeinde Borsdorf im September einen Vertrag mit den Wasserwerken abgeschlossen, der die Aufgaben beider Parteien entlang des Wasserwerkes klar definiert. Rechtlich sind die Wasserwerke für das Trink- und die Gemeinde für das Löschwasser verantwortlich. Da praktisch beides aus derselben Leitung kommen, zahlt Borsdorf für die Wartung der Hydranten ein Endgeld. Die Messungen sollen nun in dem Zusammenhang dazu beitragen, das Trinkwassernetz zu bewerten.

Von Hanna Gerwig

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