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„Watzschwitz ist alles andere als Pampa“

525. Jahrestag „Watzschwitz ist alles andere als Pampa“

Zur 500-Jahr-Feier von Watschwitz pflanzten die Dorfbewohner 1992 auf dem Dorfplatz eine Linde. Jetzt, ein Vierteljahrhundert später, ist sie mittlerweile zu einem stattlichen Baum herangewachsen.

Die Hohburger Musikanten sorgten am Sonnabendnachmittag dafür, dass die Stimmung gleich zum Auftakt des Festes von Null auf Hundert hochging.

Quelle: Roger Dietze

Lossatal/Watschwitz. Wie doch die Zeit vergeht. Die Watzschwitzer können ein Lied davon singen. Zur 500-Jahr-Feier ihres Dorfes 1992 pflanzten sie auf dem Dorfplatz eine Linde, die mittlerweile zu einem stattlichen Baum herangewachsen ist. Zur 525-Jahr-Feier, die am Wochenende in dem Lossataler Ortsteil über die Bühne ging, wurde zwar kein Bäumchen in die Erde gebracht, in bleibender Erinnerung dürfte die Festivität den knapp 90 Einwohnern aber dennoch bleiben. Denn Autohaus-Chef Sieghard Jentzsch hatte mit Unterstützung zahlreicher Dorfbewohner ein buntes Programm auf die Beine gestellt, das von Auftritten der Hohburger Musikanten und der Band B.O.R.N. 4 über eine Jagdhunde-Schau, Streichelzoo, Hüpfburg und Pony-Reiten bis hin zu einem Vortrag von Steinarbeiterhaus-Leiter Matthias Müller sowie einem Überraschungstanz der Dorfdamen samt „Mister-Wahl“ reichte.

„Die Dorfgemeinschaft hat sich erneut mächtig ins Zeug gelegt, jeder hat für die Gestaltung des Jubiläums das Maximale herausgeholt, und auch die Sponsoren haben uns nach Kräften unterstützt“, fand Jentzsch lobende Worte. Der Umstand, dass das Festzelt zu Beginn der großen Dorfsause überwiegend mit Vertretern der Generation Ü 60 gefüllt war, täuschte ein wenig über die tatsächliche demografische Entwicklung in Lossatal im Allgemeinen und Watzschwitz im Besonderen hinweg. „Watzschwitz ist alles andere als Pampa, vielmehr punktet das Dorf bei jungen Leuten zum einen mit seiner unmittelbaren Nähe zum Hohburger Versorgungskern und zum anderen mit der relativen Nähe zu Wurzen und dem damit verbundenen S-Bahn- und B-6-Anschluss“, so der Lossataler Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD). Der Siedlungsdruck in der nahen Messestadt und die anhaltend niedrigen Bauzinsen hätten zudem in der jüngeren Vergangenheit zu einer verstärkten Bautätigkeit im Gemeindegebiet geführt.

„Wir haben aktuell keine freien Baugrundstücke mehr im Angebot, sind aber in Hohburg dabei, fünf neue zu schaffen und wollen diesbezüglich zeitnah auch in anderen Ortsteilen tätig werden, weil wir davon ausgehen, dass die Nachfrage so schnell nicht nachlassen wird“, so das Gemeindeoberhaupt. Gute nachfragt sind in Zeiten von Ortsjubiläen naturgemäß Informationen zur Lokalgeschichte, die der Hohburger Historiker Matthias Müller am Sonnabend unter das Motto „Verbindungen zwischen Watzschwitz und dem Steinarbeiterhaus“ stellte. „Neben einem Aquarell im Museum, das die Watzschwitzer Schmiede zeigt, ist es in erster Linie das Watzschwitzer Spritzenhaus, das wir bekanntermaßen originalgetreu für die Freiluftausstellung nachgebaut haben, um darin unseren Primus-Traktor unterzustellen“, so der Leiter der musealen Einrichtung.

Von Roger Dietze

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