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Weihnachtsausstellung der Modelleisenbahner in Wurzen

Modelleisenbahn-Club Weihnachtsausstellung der Modelleisenbahner in Wurzen

Wunderbares Spielzeug und Hightech – diese beiden Dinge kommen bei der Modelleisenbahn zusammen. Wurzener Eisenbahnfreunde erzählen anlässlich ihrer Weihnachtsausstellung von der Faszination ihres liebsten Hobbys.

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Lange Vorbereitungszeit kostet den Eisenbahnfreunden diese Ausstellung – viele Zuschauer interessieren sich dafür.

Quelle: Roger Dietze

Wurzen. „Geduld ist der Schlüssel zur Freude“, steht an einer der Türen im Vereinsdomizil im Gewerkschaftshaus am Stadion. Wer selbst dem Modelleisenbahn-Hobby frönt, der weiß, was Falko Lieder, Chef des Wurzener Modelleisenbahn-Clubs, und seine Vereinsmitglieder mit jenem Spruch meinen. Diese Türen öffneten sich am Wochenende im Rahmen der traditionellen Weihnachtsausstellung für die Öffentlichkeit.

„Es gab auch in der diesjährigen Vorbereitung auf die Schau genug Gründe zum Fluchen“, so Lieder augenzwinkernd. Eine Vorbereitung, die einmal mehr rund elf Monate währte. Denn dass Züge ihre Runden auf den zwei TT-Clubbahnen, auf einer großen HO- und einer Gartenbahn-Anlage sowie einer solchen in der Spur N drehen, ist eher selten der Fall. „Wir bauen und basteln das gesamte Jahr über, und weil wir alle sehr detailverliebt sind, benötigen die Sachen entsprechende Zeit“, so der Club-Chef.

Zeit, die laut Lieders Stellvertreter Dieter Hertel den 17 Vereinsmitgliedern immerhin in ausreichenderem Maße zur Verfügung steht als Geld. „Mit unseren Mitgliedsbeiträgen können wir gerade eben die Betriebskosten und die sehr moderate städtische Miete decken“, so Hertel. Sprich für die weitere Ausgestaltung der Bahnen sei der finanzielle Spielraum gering. Was im Ergebnis heißt, dass gut Ding Weile haben will.

An der großen, den Wurzener Bahnhof nachbildenden TT-Anlage, drückt sich dies darin aus, dass noch immer die Teilelektrifizierung auf sich warten lässt. „Für Masten und Oberleitungen auf gut 20 Gleismetern veranschlagen wir gut und gern 400 Euro“, so der Modelleisenbahnclub-Vize. Geld, das fest eingeplant sei. „Unser Ziel ist es, nach Möglichkeit schon bei der nächsten Weihnachtsausstellung eine S-Bahn sowie einen Regionalexpress auf der Anlage verkehren zu lassen, mit denen wir die Verbindung Leipzig-Wurzen darzustellen vorhaben.“ Sprich diese Züge würden nicht anlog zu anderen Zügen ihre Runden auf der Anlage drehen, sondern vielmehr so gesteuert werden, dass sie wie im Original in Wurzen ein- und wieder ausfahren. „Dies wiederum ist nicht so ohne weiteres möglich, vielmehr müssen wir dafür in die Schaltung für den Hauptring eingreifen“, so Dieter Hertel.

Wie laut Falko Lieder dem Außenstehenden überhaupt alles auf den Anlagen im wahrsten Sinne des Wortes spielerisch leicht erscheinen mag, was in der Realität das Ergebnis zum Teil harter Arbeit sei. „Wir haben es bei der Modelleisenbahn einerseits mit einem Spielzeug zu tun, das aber auf der anderen Seite auf einem Hightech-Niveau betrieben wird“, gibt der Vereinsvorsitzende zu bedenken. Entsprechend bedürfe es mancher Kompromisse und Kniffe, um für die Weihnachtsausstellung für die perfekte Illusion zu sorgen. Auch in dem Wissen, dass sich unter den Besuchern durchaus sehr kritische befänden. „Wir bekommen sehr viel konstruktive Kritik zu hören, grundsätzlich ist für uns die Begeisterung der Leute der schönste Lohn für die vielen Bastelstunden“, so Falko Lieder.

Von Roger Dietze

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