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Wurzen Weiße Heilerin entfacht bei Familie Mühl aus Bennewitz das Feuer der Leidenschaft
Region Wurzen Weiße Heilerin entfacht bei Familie Mühl aus Bennewitz das Feuer der Leidenschaft
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00:17 26.11.2016
Matthias und Sylvia Mühl mit ihrem Patenkind Lilian. Das Ehepaar aus Bennewitz setzt sich für den Verein „Africa Amini Alama“ in Tansania ein. Quelle: Foto:
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Wurzen/Bennewitz

Manchmal reicht nur ein zufälliger Funke, um das Feuer der Leidenschaft zu entfachen. Jedenfalls erging es Matthias und Sylvia Mühl aus Bennewitz so, als sie 2015 nach Tansania, der Heimat der Massai, reisten. Eigentlich wollten der Kreisverbandsarzt sowie Vizepräsident des DRK Muldental und seine Frau lediglich an einer Safari im Arusha-Nationalpark im Nordosten des Landes teilnehmen – „wie halt jeder Tourist“. Doch am Kiosk lernten sie die „weiße Heilerin“ Christine Wallner kennen. Seitdem hält Familie Mühl die Idee und vor allem das Wirken des Vereins „Africa Amini Alama“ (Ich glaube an Afrika) gefangen.

Wallner, Juristin und Ärztin aus Wien, gründete 2009 die Gemeinschaft mit deutschem Ableger in Lübeck. Dafür gab sie ihr „unglückliches Society-Leben“ auf, verkaufte ihr großes Haus und investierte den Erlös in das Hilfsprojekt. Wenig später stieg Tochter Cornelia Wallner-Frisee mit ein – gleichfalls Medizinerin und Heilpraktikerin. Mittlerweile kommen bis zu 200 Patienten pro Tag zu ihrer Krankenstation inklusive OP-Trakt, der dieses Jahr eingeweiht wurde. Hauptsitz des Vereins, erzählt Matthias Mühl, ist das Dorf Momella auf der Hochebene zwischen dem Kilimandscharo und dem 4562 Meter hohen Mount Meru, einem erloschenen Vulkan.

„Die Initiative hat uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig es sein kann, sich individuell einzusetzen“, schwärmt der 54-jährige Facharzt für Anästhesiologie und Notfallmedizin aus Bennewitz. Denn Wallners schufen über die Zeit nicht nur eine Krankenstation, sondern bauten drei Schulen und ein Waisenhaus auf. „In Tansania erhalten ausschließlich Kinder wohlhabender Eltern eine englische Schulausbildung“, erzählt die 51-jährige Sylvia Mühl, selbst Lehrerin für Mathematik und Geografie. Und eben dieses

Ihr berichtete das Bennewitzer Ehepaar nämlich von der Zufallsbegegnung 2015 und den Erlebnissen, die sie ganz frisch dieses Jahr aus Tansania mitbrachten. „Im Gespräch kam natürlich die Frage auf, was können wir als DRK machen“, sagt Belkner. Jedenfalls zeigte sich die Belegschaft im Dienstsitz des Wohlfahrtsverbandes in der Walther-Rathenau-Straße 1 von der karikativen Arbeit im ostafrikanischen Land begeistert. „Vielleicht gelingt es uns dank Spenden, die Obstversorgung für das nächste Schuljahr in Momella abzusichern und langfristige Projekte zu entwickeln.“ Ansätze gebe es für das Rote Kreuz Wurzen genug, um ein Engagement über die Region hinweg zu fördern und dadurch auf breite Füße zu stellen, versichert Belkner.

Deswegen wollen Mühls sowie Bettina Belkner die Botschaft zunächst von Mund zu Mund tragen. Und zwar während der beiden Weihnachtsgalas des DRK Muldental am Freitag und 9. Dezember im Reußischen Hof Thallwitz. Dann schildern Matthias und Sylvia Mühl in Wort und Bild vor den Mitarbeitern und Ehrenamtlern über den Verein „Africa Amini Alama“ in Tansania.

Weitere Informationen zu den Projekten des Vereins „Africa Amini Alama“ erhalten Interessenten beim DRK Muldental unter der Telefon 03425/89 66 10 oder im Internet auf der Homepage www.africaaminialama.com

Von Kai-Uwe Brandt

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