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Wurzen Weltbürger Peter Ruta stellt in Panitzsch aus
Region Wurzen Weltbürger Peter Ruta stellt in Panitzsch aus
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05:00 19.04.2011
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. Der Direktor des Stadtgeschichtlichen Museum in Leipzig gab eine wortgewandte Einführung in das Schaffen eines Weltbürgers jüdischer Abstammung, der es geschafft habe, die Erfahrungen des 20. Jahrhunderts in sehr persönlichen und privaten Bildern zu bannen.

Rodekamp umriss eine hochspannende Vita, die sich entfalten konnte, weil der Junge aus dem Leipziger Waldstraßenviertel, Jahrgang 1919, in einer Familie lebte, in der frühzeitig drohende Wolken am politischen Himmel wahrgenommen wurden, was den auch literarisch ambitionierten Vater veranlasste, seinen Pelzhandel in Italien fortzuführen. 1936 emigrierte Ruta in die USA, wo er von einem jüdischen Netzwerk verwandschaftlicher Geflechte partizipieren konnte und seine Lust am Gestalten entdeckte. Als amerikanischer Soldat wurde er im zweiten Weltkrieg im Pazifik schwer verletzt. Später zog es ihn immer wieder in das alte Europa – nach Venedig, Rom, Positano. Künstlerisch blieb Ruta immer der Gegenständlichkeit in der Malerei verpflichtet, auch unter mezzoamerikanischer Sonne an der Grenze nach Mexiko, später mit Blick auf die Stadtlandschaft von New York. Am 11. September 2001 verlor Ruta zwar nicht sein Leben, aber ein Stück malerische Identität: Seine Bilder in dem mit einem Stipendium verbundenen Atelier in der 91. Etage des Nordturmes der Twin Towers wurden vernichtet.

Mit seinem Saxophon bot Reiko Brockelt zur Vernissage auch mit Anklängen an die „Caprifischer" eine kongenial improvisierte Einstimmung in die unprätentiöse Bilderauswahl aus einem Zeitraum von 60 Jahren.

„Panitzsch wird immer internationaler. Erst ,Happy Africa‘, jetzt ,Leipzig – Positano – New-York‘. Uns ist alles zuzutrauen", spielte Vereinsvorsitzende Gudrun Mayer auf den weltoffenen Zuschnitt der Ausstellungen an. Sie bedauerte sehr, dass sie dem gesundheitlich angeschlagenen Ruta die anregende Atmosphäre zur Vernissage am Sonntag nur per Mail nach New York schildern konnte.

Ingrid Leps

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