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Wurzen Wenig Kinder: Grundschule wackelt
Region Wurzen Wenig Kinder: Grundschule wackelt
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05:00 18.05.2010
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. Verständlich sei, so Oberbürgermeister Jörg Röglin, der Frust über die Bürokratie. Denn mit Zuzügen und einem Wiederholer seien es 17 Schüler, die ab Sommer in Kühren ins Schulleben starten. Wie das Stadtoberhaupt einräumte, wäre es indes müßig, über den Sinn der Vorschriften zu debattieren. Vielmehr zeige die Situation, dass es zwingend sei „…die Zukunft der Grundschule zu sichern".

Auch wenn für das kommende Schuljahr die Kuh vom Eis sei – die Bestätigung der Bildungsagentur, dass Kühren die Mindestschülerzahl erreiche, liege inzwischen vor – bestünde dringender Handlungsbedarf. Es habe bereits ein Gespräch mit dem Leiter der Leipziger Bildungsagentur, gegeben. Das Gespräch sei konstruktiv gewesen.

Erörtert wurden unter anderem Möglichkeiten, den Zugang zur Grundschule Kühren zu erweitern. Wie der Oberbürgermeister erklärte, werde nun mit den Stadträten besprochen, ob Wurzen seine festgelegten Grundschulbezirke auflöst, um ähnlich wie bei Mittelschulen und Gymnasien, den Eltern die freie Schulwahl zu ermöglichen. Unter anderem stand das Thema auf der nichtöffentlichen Tagesordnung der gestrigen Kulturausschusssitzung. „Das Beispiel Kühren zeigt, dass Festlegungen nicht immer für Sicherheit sorgen", sagte Jörg Röglin. Informiert worden sei zudem die Wurzener Landtagsabgeordnete Hannelore Dietzschold. Sie soll in Dresden die Situation schildern und dort für entsprechende Sensibilität sorgen.

Auf Zuspruch stößt die Idee bei den Kührener Lehrern. Sie würden das als Chance begreifen und sich den Herausforderungen stellen. Ein wenig liebäugeln die Pädagogen mit Kindern aus Mark Schönstädt und Meltewitz. Deren Schulweg würde sich bei einem möglichen Zugang nach Kühren erheblich verkürzen. Seit 1991 wechselten für diese Kinder die Grundschulen mehrfach. Nach Kühren, war die Grundschule Falkenhain und nach deren Schließung Hohburg das Muss. Dass Kühren mit Zugängen aus diesen Dörfern rechnen kann, sei jedoch Zukunftsmusik und liege nicht in Wurzener Hand, betonte Jörg Röglin: „Hier ist die Gemeinde Falkenhain zuständig. Und so wie es unsere Aufgabe ist, Wurzener Schulen zu sichern, haben Falkenhainer und Hohburger ein Auge auf ihre." Zudem sei diese Hoffnung vage, solange es hinsichtlich der Grundschulbezirke keine generelle Entscheidung des Landes gebe. Daher sollte Wurzen die Kräfte zunächst gezielt dafür einsetzen, mit eigenen Möglichkeiten für den Bestand seiner insgesamt vier Grundschulen der Stadt zu sorgen.

Conny Hanspach

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