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Wurzen Wieder Wasser im Keller des Bennewitzer Rathauses
Region Wurzen Wieder Wasser im Keller des Bennewitzer Rathauses
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14:29 05.07.2016
 Rathauskeller: Bibliothekar Eberhard Otte ärgert sich über circa 150 beschädigte Bücher.  Quelle: Foto: Ines Alekowa
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Bennewitz.

 Die Bilder erinnern an 2013: Schlammspuren auf den schwarzen Fliesen des Rathauskellers, die Stühle im Versammlungsraum auf die Tische gestellt, im Flur aufgeweichte Wahlurnen, Kartons. In der Bibliothek steht deren Leiter Eberhard Otte vor einem Stapel von rund 150 Büchern, die im Wasser aufgequollen sind. Aber: „Es sieht schlimmer aus, als es ist“, sagt er. „Die Regale stehen zum Glück auf Füßen.“

Durch den Starkregen am Samstagabend war in Bennewitz in mehrere Keller in der Leipziger Straße, im Eschen- und Ahornring Wasser eingedrungen – und eben auch das Rathaus betroffen. Ironie des Schicksals: Seit vergangener Woche wird an der Trockenlegung des Objektes gearbeitet. Es sind Restarbeiten aus der Beseitigung der Schäden des Junihochwassers 2013, als das Rathaus zum zweiten Mal nach 2002 nasse Füße bekommen hatte; die Fördermittel waren erst jetzt angewiesen worden. Am Samstagabend hatte der Hausmeister eines Wohngebäudes im Ahornring bemerkt, dass sich infolge des Unwetters in der Baugrube Wasser gesammelt hatte und Bürgermeister Bernd Laqua (parteilos) informiert.

„Im Keller stand das Wasser zwei Zentimeter hoch in allen Räumen“, berichtet dieser. Es war durch zwei kleine Ritzen der Tür eingesickert, die zu einer auf Kellerniveau liegenden kleinen Freifläche vor dem Sitzungsraum führt, außerdem durch Lüftungsschlitze der fast bodentiefen Fenster des Sitzungsraumes. Von 21.45 bis 0.25 Uhr pumpten die Feuerwehren aus Bennewitz, Altenbach und Deuben nicht nur das Wasser aus der Baugrube – damit nichts nachdrückt – und aus dem Rathauskeller, sondern nahmen mit Nasssaugern auch gleich eine erste Grobreinigung vor. „Durch die hervorragende Arbeit der Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindert werden“, lobt der Bürgermeister.

Die für Mittwoch geplante Ratssitzung wird nun in die erste Etage verlegt, auch die Bibliothek bleibt vorerst geschlossen. Eine Reinigungsfirma soll zunächst die Feinreinigung vornehmen, Laqua rechnet damit, dass der Keller dann nächste Woche wieder nutzbar ist. Länger werden die Bauarbeiten am Haus dauern. „Der 1994 verwendete Bitumen zur Abdichtung des Kellergeschosses entspricht nicht den Vorgaben für Hochwassergebiete“, erklärt der Rathauschef. Der Bitumen soll nun Stück für Stück entfernt und durch eine neue Isolierschicht ersetzt werden, rund um das Rathaus wird dafür die Erde Stück für Stück aufgegraben. „Im Zuge der Trockenlegung werden vor dem Sitzungsraum außerdem Schienen installiert, in die im Notfall Hochwasserwände eingezogen werden können“, sagt Laqua. Die Bauabnahme ist für Mitte September vorgesehen.

Von Ines Alekowa

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