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Wurzen Wilder Westen mit Live-Musik und Line-Dance auf der Trabrennbahn Panitzsch
Region Wurzen Wilder Westen mit Live-Musik und Line-Dance auf der Trabrennbahn Panitzsch
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05:00 15.08.2016
Auf der Suche nach Gold-Nuggets: Die kleinen Besucher der Panitzscher Westerntage konnten sich im Goldwaschen versuchen. Quelle: Foto: Roger Dietze
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Borsdorf/Panitzsch

Von wegen „Der wilde, wilde Westen fängt gleich hinter Hamburg an“. Dass der alte Truck-Stop-Hit längst kalter Kaffee ist, wissen die Borsdorfer nur zu gut. Auf der einstigen Trabrennbahn in Panitzsch fanden 2011 die ersten Borsdorfer Country- und Westerntage statt, die am vergangenen Wochenende bereits ihre sechste Auflage erlebten und wieder einmal Scharen von Liebhabern der Geschichte und Traditionen der „Neuen Welt“ anlockten.

Am Ortsrand hatten Organisator Steffen Dorfmann und sein Team erneut ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt hatte, das musikalisch unter anderem mit den „Lazy Boys“, „Lucky Break“ sowie „Karo Lynn“ aufwartete und darüber hinaus vieles von dem zu bieten hatte, was die Herzen von Country- und Westernfans höher schlagen lässt. Etwa einen Tanzworkshop, die Möglichkeit zum Ritt auf einem elektrischen Bullen, Linedance-Aufführungen oder einen Umzug von Traditionsvereinen.

Doch bei allem Spaß und aller Unterhaltung wurde bei den Country- und Westerntagen auch auf die Situation der nordamerikanischen Ureinwohner aufmerksam gemacht. Eine Realität, die mit dem Namen Leonard Peltier verbunden ist, eines Kämpfers für die Rechte und die Freiheit der Ureinwohner, der seit 40 Jahren in den USA inhaftiert ist. Die nächste mögliche Anhörung zu einer vorzeitigen Freilassung ist für 2024 vorgesehen, das Haftentlassungsdatum für den 11. Oktober 2040. Elke und Holger Zimmermann aus Weißenfels, die in Deutschland die Unterstützung der weltweiten Bemühungen zur Freilassung des mittlerweile fast 72-Jährigen koordinieren, sammelten in Panitzsch Unterschriften dafür. „Unter einer neuen Präsidentin Clinton dürfte diese unwahrscheinlich sein, von Trump ganz zu schweigen, weshalb die Aktivitäten in der Schlussphase von Obamas Präsidentschaftszeit noch einmal intensiviert werden“, so die beiden Sachsen-Anhaltiner.

Engagieren konnten sich die Besucher der Country- und Westerntage indes nicht nur durch ihre Unterschrift, sondern zudem mit dem Öffnen ihrer Geldbörse. Bei einer Versteigerung kamen unter anderem handsignierte DVDs von Goijko Mitic unter den Hammer. Der Erlös geht zu Gunsten des Karl-May-Museums Radebeul, das Mittel für die Restaurierung seiner Kostümfiguren benötigt.

Dass Borsdorf in der Szene mittlerweile fast schon in einem Atemzug mit der sächsischen Indianer- und Westernhochburg genannt wird, weil sich die Country- und Westerntage schnell etabliert haben, hat laut Organisator Steffen Dorfmann viel mit dem Veranstaltungsareal zu tun. „Die Bedingungen auf der Trabrennbahn sind wie geschaffen dafür, und nicht zuletzt deshalb haben viele den Wunsch an mich herangetragen, die Veranstaltung nicht sterben zu lassen“, so der gebürtige Hallenser und Wahl-Leipziger. Diese Gefahr habe bestanden, nachdem der Initiator der Country- und Westerntage, Uwe Schimmel, im vergangenen Jahr seinen Rückzug angekündigt hätte. „Ich hatte mit ihm zusammengearbeitet und bin dann schnell zu dem Entschluss gekommen, die Sache weiter zu rocken.“

Von Roger Dietze

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