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Wurzen Wilder Westen, wilde Party
Region Wurzen Wilder Westen, wilde Party
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05:00 30.08.2010
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. Und dass es sich gelohnt hat, sagten auch die, die nur ein paar Meter Fußweg hinter sich hatten. Echte Cowboy können eben richtig feiern.

500 Kilometer? Möglich ist‘s, weil Leslie Morgan mit ihrer Band in der Ruhrpott-Metropole Essen zu Hause ist. Bevor das Konzert aber startete, hatte Museumschef und Organisator Matthias Müller einmal mehr eine unruhige Nacht, ob des heftigen Regens, der sich schon seit Tagen über die Region ergießt.

„Es vergeht kaum ein Jahr, indem ich nicht um das Wetter bange. Wäre für Sonnabend nicht eine bessere Wetterprognose in Aussicht gestellt worden, hätten wir das Konzert absagen müssen." Mit Blick auf das Dach über der Musikerbühne, hergerichtet von einer in der Gemeinde ansässigen Gerüstbaufirma, fügte er hinzu: „Noch heute Morgen hingen da fast 80 Zentimeter lange Wassersäcke herunter." Von all diesen Sorgen ist am Abend nichts mehr zu spüren. Die pure Freude an Musik und Tanz sowie Freunde und Bekannte zu treffen – die gute Stimmung hat das Publikum längst schon vor der ersten Musikpause ergriffen. Doch was heißt hier Pause? Die gab es gar nicht wirklich. Denn nun hatten die Lossataler Line Dancer eine eigens für sie gebaute hölzerne Tanzdiele in Beschlag genommen. „Ja, Holz muss es schon sein, sonst klingt es nicht echt", sagt Müller. Damit setzt er seine unverwechselbare Museumstraditon fort: So authentisch wie nur irgend möglich. Übrigens sollte es auch deshalb eine Band mit Fiddle sein.

Stiefel klopfen, Hüte wippen und über Jeans trägt man Karo, die Formation steht. Eine schier endlose Kaskade von Schrittkombinationen prasseln auf die Bühne und rufen verblasste Erinnerungen an alte Volkstanzzeiten wach. Eveline Böhme ist seit einem halben Jahr dabei, hat riesigen Spaß, genau wie ihre „Tanzpartner", die meist schon zwei Jahre „in der Reihe" tanzen. Die Linedancer aus Hohburg waren übrigens zum wiederholten Male Gast beim Country-Fest. Ein Umstand, der so nicht gewollt ist. Da aber Hohburg 825-jähriges Jubiläum feiert, gehörten sie diesmal einfach hierher. Zuschauer und Akteur beim Country Konzert war Jürgen Lober. Der Eilenburger mag, dass er jedes Mal eine andere Band zu hören bekommt, das tolle Ambiente mit einem Publikum das „mitgeht". Außerdem tanzt der 66-Jährige seit acht Jahren selbst bei den Feather Dancers. Jörg, Olaf und Miro von den Miss Behavin‘ waren übrigens zum ersten Mal zum Konzert in Sachsen und zeigten sich begeistert von Stimmung und Location. Nur einmal musste kurz durchgeatmet werden: Es wurde tatsächlich gefeiert, bis sich die Balken biegen. Dabei zeigte sich, dass das Begrenzungsgeländer durch wochenlange Nässe nicht mehr das stabilste ist. Der Heimatverein wird anregen, es durch eine neue Metall-Holz-Konstruktion zu ersetzen.

Kerstin Stein

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