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Winter reißt tiefe Löcher in Wurzens Straßen – demnächst startet Reparatur

Stadtverwaltung Winter reißt tiefe Löcher in Wurzens Straßen – demnächst startet Reparatur

Mit circa 75 Tonnen Asphalt rechnet der Bauhof für die Reparaturarbeiten auf Wurzens Straßen. Insbesondere der Frost-Tau-Wechsel sorgte diesmal für zahlreiche Löcher. Ein anderes Sorgenkind aus Sicht der Unteren Straßenverkehrsbehörde ist der Vandalismus im und am Busbahnhof Clara-Zetkin-Platz.

Die Reparatur von Vandalismusschäden im Busbahnhof Clara-Zetkin-Platz kostet pro Jahr 15000 bis 20000 Euro.

Quelle: Kai-Uwe Brandt

Wurzen. Nicht ohne Folgen blieb der Winter für das 82,9 Kilometer lange Straßennetz der Stadt Wurzen. So setzte insbesondere der Frost-Tau-Wechsel in den vergangenen Wochen an manchen Stellen dem Oberflächenbelag zu, wie Manfred Bresk von der Unteren Straßenverkehrsbehörde informiert. Deswegen erfasste der Bauhof mittlerweile sämtliche Schlaglochpisten und ordnete sie in einer Prioritätenliste. „Denn zunächst werden jene Straßen repariert, die stark befahren sind.“ Doch dazu müsse vor allem der Untergrund trocken sein, um das Mischgut aufzutragen. Derzeit rechnet der Bauhof mit gut und gern 75 Tonnen heißem Asphalt für die aktuellen Flickarbeiten.

„Leider ist kein Geld für komplett neue Straßendecken vorhanden“, verdeutlicht Bresk die Lage. Während der Freistaat Sachsen noch in den Jahren zuvor den Kommunen finanziell unter die Arme griff, bleibt diesmal die Hilfe aus Dresden aus. Deshalb stemmt Wurzen das Glätten der Trassen aus eigener Kraft. Laut Finanzausgleichgesetz stehen den Gemeinden und Landkreisen je Kilometer 2355 Euro für den Erhalt der Infrastruktur zu – in Summe circa 195 000 Euro über das Jahr hinweg für die Muldestadt inklusive Ortsteile. Wie viel die Winterreparaturen kosten, weiß Fachmann Bresk momentan nicht zu sagen. Zu den Schwerpunkten gehören jedenfalls die Eilenburger Straße, die Lüptitzer Straße am Garagenhof, die Lessing- und Theodor-Uhlig-Straße, ebenso die Kornhainer Straße in Roitzsch sowie der Dehnitzer Weg.

Spuren der kalten Jahreszeit zeigen sich ferner in der Friedrich-Ebert- und Dr.-Külz-Straße, die einst zum Verlauf der Staatsstraße (S) 11 gehörten. Mit dem Bau der Muldebrücke und Westtangente zählen die Hauptstraßen vom Kreisel am Clara-Zetkin-Platz vorbei am Bürgermeister-Schmidt-Platz, Stadthaus und Krankenhaus zum Kreisel Eilenburger Straße seit 3. Juni 2007 zum kommunalen Verantwortungsbereich. Übrigens mit Fahrverbot für Lkw ab 3,5 Tonnen. „Doch daran halten sich nicht alle“, so Bresk. Ausgenommen von der Einschränkung seien lediglich Linienbusse und Laster, deren Fahrer eine Lieferadresse in der Stadt nachweisen können.

Kritisch äußerte sich Bresk außerdem über den Zustand des Busbahnhofes am Clara-Zetkin-Platz, der am 9. Dezember 2002 eingeweiht wurde. Immer wieder sorgen gerade hier Vandalen für Verunreinigungen. „Das Gelände ähnelt oft einem Gruselkabinett.“ Der Inhalt von Papierkörben werde angezündet, offenes Feuer gelegt, die Trennwände werden beschmiert und zerkratzt oder Fahrplankästen zertrümmert. Zuletzt turnten Jugendliche sogar auf der Dachkonstruktion herum, die aus 50 Tonnen Stahl und 250 Quadratmetern Sicherheitsglas besteht. Dabei zerbrach eine Scheibe. Da die Untere Straßenverkehrsbehörde auch fürs Mobiliar von Straßenverkehrseinrichtungen zuständig ist, belasten die Reparatur- und Reinigungskosten den Etat bereits mit 15 000 bis 20 000 Euro pro Jahr.

Zuletzt schneidet Bresk noch das Thema der abgesenkten Borde an. Sie dienen der Barrierefreiheit, wie zum Beispiel auf dem Jacobsplatz an der Sparkasse oder in Nord vor der Kaufhalle. Damit trage die Stadt unter anderem der Hilfsbedürftigkeit älterer und behinderter Menschen Rechnung. „Die StVO besagt im Paragraf 12, Absatz 3 klar und deutlich: Vor einem abgesenkten Bordstein ist das Parken generell verboten – denn mit ihm soll Fußgängern und Rollstuhlfahrern das Verlassen und Betreten des Gehwegs zur und von der Fahrbahn her erleichtert werden.“ Jedoch beobachtet Bresk, dass die Regeln der Straßenverkehrsordnung (StVO) für einige Autofahrer eben dort oft keine Rolle spielen.

Von Kai-Uwe Brandt

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