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Wurzen Wonneproppen Mads aus Machern sorgt für neue Geburten-Bestmarke
Region Wurzen Wonneproppen Mads aus Machern sorgt für neue Geburten-Bestmarke
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00:17 11.11.2016
Mads mit Mutter Jennifer Rauschenbach und dem Team der Geburtshilfe Schwester Marion Torge, Assistenzärztin Anja Kutscher und Hebamme Ramona Glende (v.l.).
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Wurzen

Willkommen Mads! Für die glückliche Mutter Jennifer Rauschenbach aus Machern ist der kleine Wonneproppen das zweite Kind, für die Abteilung Gynäkologie/Geburtshilfe im Krankenhaus Wurzen die 400. Entbindung in diesem Jahr. Mads kam am 20. Oktober um 15.24 Uhr zur Welt – 3760 Gramm schwer und 53 Zentimeter groß.

Lange hielt der aktuelle Rekord aber nicht, weiß Chefarzt Dr. Detlef Wolff. Denn 13 Tage später zählte die Klinik in der Kutusowstraße nämlich schon 416 Geburten. „Ich gehe sogar davon aus, dass wir 2017 den Wert von 1990 toppen werden.“ Damals vor 26 Jahren erfolgte zwar der erste große Einbruch bei den Entbindungen nach der Wende, 483 Geburten (1989 – 641) waren es trotzdem noch. Eine Bestmarke über 400 erreichte Wurzen seither lediglich einmal – 1997 mit 428. Die Gründe für den mittlerweile steten Anstieg ab 2011 liegen für Wolff klar auf der Hand. „Erstens genießen unser Haus und unsere Abteilung einen guten Ruf“, so der 61-Jährige. Zweitens partizipiert Wurzen von der Schließung der Geburtshilfe in Oschatz. „Circa ein Drittel des momentanen Zuwachses stammt von dort.“ Und drittens biete die Kinderabteilung eine Rundumversorgung eben auch für die Kinder von Müttern mit Diabetes oder anderen Erkrankungen sowie bei Fehlbildungen, Zwillingsschwangerschaften oder Beckenendlage. Darüber hinaus, betont Wolff, kooperiere Wurzen eng mit der Uni-Frauenklinik sowie dem St. Georg-Krankenhaus in Leipzig und stimme sich in kritischen Fällen mit den Kollegen ab.

Als weiteren Pluspunkt wertet der Facharzt das Umfeld. „Die Betreuung im Kreißsaal erfolgt über die Hebammen, und die Frauen erfahren hier zur Entbindung eben keine Übertechnisierung.“ Wer sich davon überzeugen möchte, dem ermöglicht das Krankenhaus Wurzen zweimal im Monat – jeden ersten und dritten Mittwoch ab 19 Uhr – einen Blick hinter die Kulissen. „Übrigens nehmen etwa 80 Prozent der Partner an der Geburt des Kindes teil – zum Beispiel auch bei einem geplanten Kaiserschnitt“, so Wolff, der bereits seit 1992 in der Muldestadt tätig war. Anfang 2002 wechselte er die Arbeitsstelle, kam im Januar 2011 an seine frühere Wirkungsstätte zurück.

Mit Blick in die Zukunft sagt Wolff: „Derzeit verzeichnet die nahe Großstadt Leipzig ja ein Bevölkerungsplus. Ich denke aber, es wird eine Kehrtwende geben und junge Familien ziehen wieder ins Umland. Dadurch kann sich die Geburtshilfe hier vor Ort stabil entwickeln.“ Schließlich nutzen mehr und mehr Patienten aus den Randbereichen Leipzigs die Dienstleistungen der Muldentalkliniken gGmbH.

Die gemeinnützige Gesellschaft wurde mit Beschluss des Kreistages am 1. April 1997 aus den Krankenhäusern Grimma und Wurzen gebildet. Ferner gehören die Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in Colditz, Wurzen und Grimma sowie die Altenheimgesellschaft Muldental gGmbH in Wurzen und Brandis dazu. Damit sichern über 950 Mitarbeitende rund um die Uhr die regionale Grund- und Regelversorgung. Zu den Spezialleistungen der Muldentalkliniken gehören unter anderem die Handchirurgie, die Tumorchirurgie und -therapie sowie die Palliativmedizin.

Von Kai-Uwe Brandt

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