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Region Wurzen Wurzen: Rathaus öffnet seine Türen
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19:49 30.09.2018
Ein cooler Raum: Familie Rößler schaut sich auch im Büro von Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD) um und macht eine Sitzprobe auf dem „Chefsessel“. Quelle: Roger Dietze
Wurzen

„Das ist ja ein cooler Raum.“ Luise Rößler hielt am Sonnabend mit ihren Eindrücken beim Betreten des Büros des Wurzener Oberbürgermeisters Jörg Röglin (SPD) nicht hinterm Berg. Gemeinsam mit ihrem Mann René und Töchterchen Leila nutzte die Ringelnatzstädterin den erstmals veranstalteten Tag der offenen Verwaltung dazu, einen Blick hinter die Mauern des Gebäudekomplexes in der Friedrich-Ebert-Straße 2 zu werfen. Ein Haus, das Luise Rößler auch jenseits dieses oder jenes Behördenganges nicht unbekannt ist, wirkte hier doch über viele Jahre hinweg ihr Großvater Carl als Stadtplaner. „Ich wollte mir am Tag der offenen Tür einen Eindruck davon machen, wie sich das Rathaus in den letzten Jahren verändert hat.“ Auch das Rentnerpaar Ute (65) und Rolf (66) Grunewald gehörten vorgestern zu den Besuchern des Hauses. „Wenn sich einem eine solche Gelegenheit bietet, dann sollte man sie auch nutzen“, meinten die beiden unisono.

Flyer in der Kämmerei

In unterschiedlicher Form nutzten am Sonnabend die verschiedenen Ämter die Gelegenheit, sich der Bürgerschaft zu präsentieren. Kämmerin Uta Schwarze und ihr Team etwa hatten ein gutes Dutzend Flyer mit Eckpunkten eines städtischen Haushalts vorbereitet, an deren Ende die Rathaus-Besucher den mehrere Zentimeter dicken Haushaltsplan in Augenschein nehmen und darin blättern konnten. „Auf der einen Seite ist es für die Bürger sicherlich schwierig sich vorzustellen, was in einer Kämmerei gemacht wird, andererseits stellt auch jeder private Haushalt im gewissen Sinn seinen Ergebnishaushalt auf“, so Uta Schwarze.

Müllberge an Papierkörben

Überaus plastisch hatte auch der Wurzener Bauhof seine Tätigkeitsfelder in Teilaspekten für die Bürger aufbereitet, die vor dem Stadthaus mit einigen sehr unappetitlichen Fotos konfrontiert wurden. Darauf zu sehen: Müllberge, die sich an Glas- und Altkleidercontainern und rund um Papierkörbe stapeln. „Die Bürger beklagen sich einerseits über einen Mangel an Papierkörben und darüber, dass wir angeblich nicht schnell genug Müllablagerungen beseitigen. Wir müssen auch Müll entsorgen, der sich allein in den städtischen Papierkörben ansammelt. Und darin sind die ebenso wenig statthaften Ablagerungen an Glas- und Altkleidercontainer noch nicht einmal eingerechnet“, erläutert Bauhofleiter Steffen Horn. „Wenn man dieser Unsitte etwas Positives abgewinnen will, dann das, dass wir so schnell nicht arbeitslos werden.“

Kurzfristige Idee

Jede Menge zu tun im Arbeitsalltag haben auch Stadtsprecherin Cornelia Hanspach und der Rest der Wurzener Rathaus-Mannschaft, die dennoch den zusätzlichen Aufwand für die samstägliche Veranstaltung nicht scheuten. „Während wir eine Reihe von zusätzlichen Serviceangeboten für die Bürger eher langfristig in der Planung haben, ist uns die Idee, einen solchen Tag der offenen Verwaltung durchzuführen, eher kurzfristig gekommen“, so Hanspach. „Der Organisationsvorlauf war entsprechend kurz und ein Gelingen nicht unwesentlich davon abhängig, dass alle mitziehen. Inclusive des Oberbürgermeisters. „Im Normalfall bekommt ja der Bürger von den Vorgängen in einem Rathaus nur am Rande mit. Umso mehr halte ich es für wichtig, mit einem solchen Angebot im Rahmen unserer Möglichkeiten für ein wenig Transparenz zu sorgen“, so Jörg Röglin.

Von Roger Dietze

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