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Wurzen Wurzen/Roitzsch: Mehr Stauvolumen für Hochwasserschutz
Region Wurzen Wurzen/Roitzsch: Mehr Stauvolumen für Hochwasserschutz
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05:00 26.07.2013
Neue Speicherfläche: Seit Anfang April wird am Heidenberg in Roitzsch am dritten und damit letzten Rückhaltebecken gearbeitet. Quelle: Andreas Röse

Wie Projektleiter Michael Zerbs mitteilte, zeigte das Hochwasser im Juni, dass das nach der Flut 2002 erstellte Schutzkonzept für die Rietzschke seine Bewährungsprobe bestanden hat. Jenes Konzept, so der Fachmann, beruhe vor allem darauf, das Wasser zwischenzuspeichern - und zwar mit Hilfe dreier Rückhaltebecken.

So begannen vor knapp sieben Jahren die Arbeiten zur Erweiterung des Fassungsvermögens am Schwanensee in Roitzsch. 2007 folgte schließlich der Bau einer Senke an der Grundschule zur Sternwarte. Eigentlich, fügte der Tiefbau-Experte im Wurzener Stadthaus an, sei das dritte und letzte Vorhaben am Heidenberg bereits 2009 angedacht gewesen. "Da der Bau dieses Beckens wegen der zum damaligen Zeitpunkt nicht zu klärender Grundstücksprobleme warten musste, wurden uns die Gelder der Europäischen Union dankenswerterweise von Jahr zu Jahr neu reserviert." Die Lösung mit den Flächeneigentümern erfolgte schließlich 2012. Aufgrund der gesicherten Finanzen konnte die Straßen- und Tiefbau GmbH Eilenburg nach der Vergabe durch den Technischen Ausschuss des Stadtrates am 8. April mit den Arbeiten beginnen. Der Startschuss dafür hätte nicht besser fallen können, sagte Zerbs. Denn "beim diesjährigen Hochwasser war es nämlich von entscheidender Bedeutung, dass das zur Zeit im Bau befindliche Becken am Heidenberg schon etwa 5000 Kubikmeter Wasser speicherte." Immerhin fehlten in der 160 mal 30 Meter großen Senke an der Sternwarte mit einem Volumen vom 4000 Kubikmetern lediglich noch sieben Zentimeter bis zur magischen Grenze - mit verheerender Folge: "die Überflutung der benachbarten Wohn- und Kleingartenfläche". Selbst in Roitzsch blieben die Sandsäcke trocken, da das Wasser ohne "nennenswerten Rückstau abfloss".

Laut Zerbs belaufen sich die Gesamtkosten für das Projekt auf etwa 1,7 Millionen Euro, wovon die Europäische Union 1,15 Millionen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung beisteuert. Übrigens soll das Areal am Heidenberg in Zukunft wieder zur Heugewinnung beziehungsweise als Weidefläche genutzt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.07.2013

Kai-Uwe Brandt

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